#151: Da flippt die ABDA aus
Shownotes
Theresa Holler, COO und verantwortliche Apothekerin bei Redcare Pharmacy, war Mitarbeiterin Nummer 2 bei dem, was heute Europas größte Online-Apotheke ist. Sie erklärt, warum das E-Rezept nach 22 Jahren Warten alles verändert hat – und warum der ABDA bei manchen ihrer Aussagen wohl nicht begeistert sein dürfte.
Schownotes zu dieser Folge:
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00:00:00: seit fünfzig Jahren die niedrigste Zahl an Apotheken, sechzehntausendfünfhundert.
00:00:05: Und
00:00:05: immer noch zu viel?
00:00:06: Erklär ich aber auch gerne warum!
00:00:08: Willkommen bei eHealth Pioneers.
00:00:11: Wir verschaffen digitalen Innovationen in der Gesundheitswirtschaft.
00:00:15: Gehör mit Andrea Guzzi.
00:00:19: Moin Oliver Wie geht's uns denn heute?
00:00:22: Moin Andrea Gut gehts uns.
00:00:25: Ich freue mich heute ganz besonders, weil wir über das Thema Digitalisierung im Apothekenmarkt sprechen.
00:00:49: ist auch nicht so hundert Prozent mein Spezialgebiet.
00:00:52: Apothekes hat irgendwie auch immer noch ein eigenes Business, mir sind wir schon bewusst dass das Ehe Rezept, schon einfach ein unglaublicher Umsatztreiber für Online-Apotheken sind oder waren und auch nach wie vor sind und sicherlich auch sein werden.
00:01:08: Aber der Apothekenmarkt weil er zwar zum Healthcare Bereich dazugehört aber eben doch irgendwie immer so ein Sonderfall ist.
00:01:15: also ich muss sagen ich habe hier heute auch einiges beim Hören des Podcasts gelernt.
00:01:19: Ja, bevor wir reingehen und ihr nochmal reichlich Fakten von Teresa Holler erfahrt kurz noch zu meiner Gäste.
00:01:26: Teresa Holla ist COO bei Red Care Pharmacy
00:01:30: und
00:01:30: eine der Geschäftsführerin bei Shop Apotheker Europe.
00:01:33: Ich glaube, der Name sagt eigentlich jedem was.
00:01:36: Find ich total klasse ein Unternehmen das es wirklich schon sehr lange am deutschen Markt gibt und auch die Marke toll aufgebaut hat mit Kommunikation.
00:01:45: Es gibt ja auch noch andere Player Und wir lernen vor allen Dingen auch von Teresa bzw.
00:01:52: hören von ihr, dass sie sagt die Hälfte der Apotheken muss
00:01:55: weg.".
00:01:56: Das ist natürlich jetzt mal eine Steifvorlage um so richtig hoch zu gehen als liedergelassener Apothekerin versus Online-Apotheken.
00:02:05: Oliver was hast du so im ersten Hörn mitgenommen?
00:02:09: Na, ich glaube was dort begeht ist so ein Wettlauf um die hybride Versorgung und sie können natürlich sowohl stationärer als auch online Apotheken leisten.
00:02:18: Und da bin ich jetzt ehrlich gesagt gespannt wie innovativ die niedergelassenen Apotheken sind, versus Online-Apotheken.
00:02:25: Wobei man natürlich fairerweise sagen muss so viel oder soweit kenne ich mich im Apothekmarkt dann doch noch aus.
00:02:31: Ein Apotheker darf ja glaube ich nicht mehr als fünf Apothecken betreiben.
00:02:35: das ist natürlich auch ein bisschen David gegen Goliath weil mit einem online Bereich natürlich deutlich größer und präsenter durch die Digitale Macht sein kann.
00:02:43: Ja, sie sagt auch das ist einfach wie im E-Commerce.
00:02:47: da gibt es ja auch die Boutiquen Die Geschäfte die man auch gerne analog persönlich aufsucht weil man dort einen besonderen Service bekommt.
00:02:55: Den muss man aber auch erkennen und den Rest macht man vielleicht online mit seinen Dundert bestell Quellen wo man einfach auch so ein bisschen seine nice to have's Und die Sachen die man sieht ganz easy bekommen kann.
00:03:09: und ich war super erstaunt was is wirklich seit es überhaupt online Apotheken gibt für weitere Services gibt und sie behauptet ja auch, dass ist eine bessere Beratungsqualität in Online-Apotheken geht.
00:03:21: Dazu habe ich Sie auch richtig gelöchert.
00:03:23: das sollte Sie mir noch mal erklären.
00:03:25: Das wollen wir hier jetzt nicht.
00:03:27: hört einfach mal rein!
00:03:28: Das war wirklich auch aus meiner Sicht überzeugend.
00:03:31: und was ich auch nicht wusste Es gibt ja ein Honorar.
00:03:35: Für jeden Menschen, der mit einem Rezept in eine Apotheke geht, gibt es hier einen Honorar was sich seit Jahren aber oder seit Jahrzehnten nicht erhöht hat und das natürlich auch ein bisschen schwierig ist aufgrund der aktuellen Preisentwicklung die wir alle spüren.
00:03:49: Aber es gibt keine Standards für Beratungsqualität im Apotheker-Apothekerinnen-Patientinengespräch.
00:03:57: Hast du das auch aus deiner Beobachtung so erlebt?
00:04:00: Also, man geht ja doch recht regelmäßig in der Apotheke.
00:04:04: Wie empfindest du das?
00:04:05: Das empfinde ich auch als sehr schwankend!
00:04:08: Ich muss jetzt sagen und ich bestelle regelmäßig auch bei anderen Apotheken, da sind es aber in der Regel OTC-Produkte.
00:04:14: Das heißt dass auch gar nicht so wahnsinnig viel Beratung und wie erforderlich bei RX wäre das jetzt sicher was anderes.
00:04:21: Aber in stationären Apotheken muss ich auch sagen, da ist es mal so, mal so!
00:04:25: Und da sind dann wiederum vielleicht Online-Apotheken im Vorteil weil sie der bessere Standards einzeln können, wie denn eben auch Beratungen die eine Regel den ja schriftlich sein musst aussehen kann?
00:04:35: Ja, das ist natürlich nachvollziehbar.
00:04:37: wenn man das per E-Mail bekommt und teilweise auch bei Kalenderfunktionen erinnert wird fand ich irgendwie auch ganz überzeugend.
00:04:44: und meine Beobachtung ist tatsächlich auch, dass die Beratung sehr volatil ist.
00:04:50: Und ich persönlich erwarte auch gar keine Beratungen von meinem Apotheker oder meiner Apothekarin – das ist ganz komisch!
00:04:59: Ich will immer nur meinen Rezept hinzeigen, dann kriege ich meine Ware und dann düse ich wieder ab, liegt es daran, dass ich vielleicht zu viel weiß?
00:05:06: Ist das so eine allgemeine Haltung?
00:05:08: Ich empfinde das ähnlich.
00:05:10: Das hängt aber auch ein bisschen mit meinem leichten Fetisch zusammen, dass ich gerne einfach nach Wirkstoffen kaufe und nicht nach Marken.
00:05:17: Und das fällt mir natürlich in Online-Apotiken deutlich leichter.
00:05:20: Während mich natürlich in stationären Apotheken gerne mal das doppelt bis zweieinhalbfach teurere sogenannte Originalprodukt irgendwie aufgeschwatzt wird oder gesagt wird, das andere Produkt was quasi ja vom Wirkstoff identisch ist müsste man erst bestellen.
00:05:36: Das wäre dann erst morgen um die Uhr da.
00:05:38: Mensch, also da bin ich auf jeden Fall jetzt so richtig nochmal in das Apotheker-Game eingestiegen oder das Apothekengame und... Ich hatte mich sehr gut informiert bevor ich mit Theresa Holler gesprochen habe.
00:05:50: hier glaube ich viele kritische Fragen gestellt.
00:05:52: Insofern wirklich sehr lohntsfett ist auch ein bisschen länger geworden.
00:05:56: Die Folge hört gerne rein Und ich kann jetzt an dieser Stelle nur sagen Es lohnt sich.
00:06:00: Herzlich Willkommen!
00:06:03: eine der Geschäftsführerin von Shop Apotheke Europe.
00:06:06: Ja, vielen herzlichen Dank für die Einladung!
00:06:10: Ich freue mich persönlich immer wenn wir die Chance haben mal über das zu erzählen was wir den ganzen Tag tun.
00:06:15: und ja im Podcast Ihr Herz Pioniers ist es ne gute Möglichkeit.
00:06:20: Theresa, bevor du die Möglichkeit bekommst.
00:06:22: Auch ein bisschen über Online-Pharmacy, Telepharma-Zivilius, auch um mal nennens zu sprechen habe ich eine kleine Quiz für dich vorbereitet aus deinem Wissensuniversum.
00:06:33: Ich finde es ein bisschen einfach.
00:06:35: aber mal sehen ob du muss ich meine Redaktion mal sagen sie ist ein bisschen schwerer machen müssen.
00:06:40: Aber ich lese das mal vor weil ich muss nämlich ganz genau darauf achten dass sich die richtigen kleinen Details, sage ich das jetzt wie so eine kleine Textaufgabe in Mathe von früher.
00:06:52: In Deutschland werden inzwischen mehr als fünfzig Prozent aller Erezepte auch online eingelöst.
00:07:00: ist das Fakt oder leider noch Fantasie?
00:07:03: Leider noch Fantasi!
00:07:05: Du bist aber auch wirklich mit allen Zahlen gewappnet.
00:07:08: Merke ich jetzt schon, also...
00:07:10: Aber das ist wirklich sehr nett gewesen!
00:07:13: Dazu punkten?
00:07:14: Das war okay.
00:07:15: Hätten Sie zehn Prozent gesagt, da hätte ich wahrscheinlich schon überlegen müssen wäre aber auch noch eindeutig gewesen bei zwei Prozent der dich dann überlegt.
00:07:23: Jeder der mich kennt weiß ja, dass ich total pro Digitalisierung bin.
00:07:26: Insofern greife ich da immer ein bisschen höher ins Regal damit das auch mal irgendwann Realität wird.
00:07:31: Ich lese mal vor wie es tatsächlich ist.
00:07:34: also du hast recht.
00:07:35: Das ist Fantasie.
00:07:36: online wächst zwar aber über die Hälfte wäre in Deutschland aktuell ein riesiger Sprung.
00:07:41: laut deutsche Apotheker Zeitung lösen nur rund zehn Prozent ihr Ehrezept bei einem Online-Händler ein.
00:07:48: Also der Unterschied ist, dass man einen Erezept hat und damit in seine stationäre Apotheke geht und dort dann das ausgelesen wird und man es bekommt also dass man quasi nur kein Papier mehr mit sich rum schleppt.
00:07:58: Also immerhin zehn Prozent!
00:08:00: Wobei man da glaube ich auch nochmal unterscheiden muss, die zehn Prozent würden ja am Ende zehn Prozent Marktanteil bedeuten und da sind wir noch weit davon entfernt.
00:08:08: Also wir gingen deutlich, deutlich drunter im einstelligen Bereich.
00:08:12: Ich könnte mir vorstellen dass eben Plattformen wie gesund.de mit reingezählt werden und dann genau also der wirkliche online Anteil liegt noch drunter.
00:08:22: aber wir haben viel vor.
00:08:24: Ja das stimmt!
00:08:27: Im Moment.
00:08:27: Laut deutscher Apothekerzeitung lösen nur rund zehn Prozent ihr Ehrezept bei einem Online-Händler ein, das heißt... Zehn Prozent der Ehrezepte werden bei einem Online-Händler eingelöst, ist das
00:08:38: zu viel?
00:08:38: Jetzt können wir spezifischer werden.
00:08:40: Die Privatrezepte sind ja noch keine Ehrezebte,
00:08:43: d.h.,
00:08:43: die müssen wir rausrechnen.
00:08:44: also vom Grundprinzip stimmt es wahrscheinlich in unsere Zahlen.
00:08:48: Wir haben jetzt heute einen Marktanteil von knapp über einem Prozent und unsere Konkurrenten ähnlich.
00:08:54: Von daher muss man sagen Ist das nicht bei den zehn Prozent?
00:08:57: Du arbeitest ja bei Shopapotheke Europe, beziehungsweise das war vorher.
00:09:01: Der Name darunter kennen das vielleicht auch viele also ich zum Beispiel auch jetzt Red Care Pharmacy.
00:09:07: da bist du COO und du warst ja Mitarbeiterin Nummer zwei bei dem was heute Red Care pharmacy heißt.
00:09:15: Das ist jetzt über zwanzig Jahre her.
00:09:17: wenn du zurück denkst hättest du dir damals vorstellen können dass ihr heute die größte online Apotheke Deutschlands seid
00:09:24: weil ich immer an das Modell geglaubt habe und immer gesehen habe, wie viele Optionen es doch gibt die Kunden zu bedienen.
00:09:33: Und ein gutes Angebot dem Kunden gegenüberzumachen.
00:09:36: Von daher, ob ich jetzt überlegt habe dass ist wirklich Europas größte Online-Apotheke wird, das wäre glaube ich vermessen.
00:09:42: aber dass wir groß werden, das hatte ich schon im Kopf ja?
00:09:47: Genau also auch in Europa, aber vor allen Dingen auch in Deutschland Obwohl ich ja sagen muss, dass mir andere Online-Apotheken so vom Branding her stärker irgendwie aufgefallen sind.
00:09:58: Also DocMouse zum Beispiel!
00:10:00: Wie habt ihr das geschafft?
00:10:01: diese Zahlen zu erreichen, also der Marktführer dann im Prinzip im Online-Bereich zu sein?
00:10:06: Ich glaube Qualität zahlt sich aus.
00:10:08: Es ist immer und damit will ich nicht sagen dass die Konkurrenz das nicht erfüllt aber wir haben nur wieder Bestellerate von sieben Achtzig Prozent.
00:10:16: Und da sieht man, dass wer einmal bei uns bestellt hat, der kommt wieder!
00:10:22: Das ist eine Mischung aus zuverlässiger Lieferung, fairen Preisen und einem großen Sortiment.
00:10:31: Komponenten permanent bespielt und für den Kunden eine gute Customer Journey hat, dann kann man einfach auch ohne... Ich sage jetzt mal Brand.
00:10:42: Und wir sind ja am Ende, wobei Shopapotheke mittlerweile ein großes Brand ist.
00:10:47: Deswegen tun wir uns auch wahnsinnig schwer mit Wettcare das alles zu tauschen.
00:10:51: Also beim Kent ja den Namen auch bei den Suchergebnissen zum Beispiel?
00:10:55: Absolut!
00:10:55: Also wenn man über Google geht.
00:10:57: Genau So haben wir über Zeit dann eben den Konkurrenten in den Rang abgelaufen.
00:11:03: Einfach durch stetige Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und durch eine Fokussierung auf die Core Value Proposition, die eben der Kunde von uns erwartet hat.
00:11:12: Und das sind eben die Punkte schnelle Lieferungen zuverlässig, Lieferung, russes Sortiment und verlässliche Preise.
00:11:19: Ihr habt ja in den Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland fast verdoppelt, wenn ich das richtig recherchiert habe.
00:11:27: Ich hab so verstanden, dass Ehrezept war der Hebel.
00:11:29: Stimmt das oder wird ihr auch ohne Ehe Rezept so gewachsen?
00:11:33: Der Ehe-Rezept war ganz klar der Hebele.
00:11:35: also wir sind ja vor fünfzehnzig Jahren mit Rezepten gestartet und haben immer auf das Eherezept gehofft.
00:11:43: Das war am Ende der Keimen der ganzen Geschichte, dass eben die Regierung festgelegt hatte, es soll im Gesundheitswesen digitalisiert werden unter anderem auch das Rezept.
00:11:54: Und das hat dann mehr als zwanzig Jahre leider gedauert bis es dann soweit war aber ohne dass E-Rezept machtes ist das Geschäftsmodell nur halb so gut.
00:12:06: und am Ende die Digitalisierung oder das E-Rezept per se ist natürlich genau der Hebel den wir brauchen im rezeptpflichtigen Bereich einen digitalen End to End Service anzubieten.
00:12:18: Ja, also ich meine glaube jeder der mal online Apotheke vor Jahren genutzt hat kennt das ja.
00:12:23: da kriegt man dann immer so Umschläge.
00:12:27: So wie es erinnert mich ein bisschen an mein erstes Bankkonto bei der Postbank.
00:12:31: Da habe ich meine Überweisung auch immer in so Umschläge gesteckt und dann in Briefkasten geworfen.
00:12:37: Also so alt bin ich auch schon, also solange im Online Game Es
00:12:40: ist am Ende nichts anderes als das Bestellformular vom Katalog gewesen.
00:12:44: Das war das Rezept Genau.
00:12:45: und durch die Digitalisierung gibt es natürlich eben jetzt die Möglichkeit, wirklich Convenient für den Kunden sein Rezept einzulösen.
00:12:54: Erzähl noch mal für alle, die jetzt hier auch vielleicht nicht so im BtoB eHealth Bubble unterwegs sind.
00:13:00: Und jetzt gehen wir da nochmal genau diesen Weg.
00:13:03: verstehen möchte also ich bin beim Arzt bekommen eine mein Medikament verschrieben das wird mir auf meine Krankenkassenkarte hinterlegt als Ehrezept.
00:13:11: und wie komme ich dann zu euch?
00:13:12: Der ganze Datensatz liegt in der Telematik Infrastruktur und meine Karte ist letztendlich der Schlüssel um dort dem also sprich der Apotheke dann Zugriff zu gewähren.
00:13:26: Das heißt, der Kunde, der mit seiner Karte dann vom Arzt in die Apotheker geht ließ dort die Karte ein und mit dem Einlesen der Karte wird die Apothek gefreigeschaltet das Rezept aus der Telematikinfrastruktur ich sage jetzt mal sich runterzuladen und hat dann eben den Datensatz.
00:13:45: und bei uns ist es eben so dass da wir jetzt keinen Kartenlesegerät haben und nicht physisch die Karten auslesen, dann haben wir eben Möglichkeit bekommen über den NFC Reader der... der Handys.
00:13:59: Letztendlich die Karten nach der Identifizierung des Kunden genauso auszulesen und dann auf den Telematikinfrastruktur zuzugreifen, wie es letztendlich der Apotheken vor Ort auch machen.
00:14:09: Das heißt in unserem Falle ist dann eben der Kartenleser das Handy, das mobile Endgerät und da wird die Karte dran gehalten und dann kann man direkt über unsere App A sehen was auf dem Rezept ist?
00:14:21: Das schätzen die Kunden sehr weil sie sonst...
00:14:24: Das ist ja manchmal so eine Überraschung.
00:14:27: Hat der Arzt das jetzt auch wirklich da schon draufgeschrieben?
00:14:29: Exakt!
00:14:30: Bin ich vielleicht doch zu schnell zur Apotheke gegangen, es geht mir manchmal so, dass ich direkt vom Hausarzt dann zur Apothek gehe und nee, ist noch nicht drauf.
00:14:39: Das muss man ganz klar sagen.
00:14:40: wir haben ein paar Brüche in dieser ganzen Journey.
00:14:43: wenn wir über Digitalisierung reden und dann ist es natürlich so ,dass der Kunde am Ende Überbringer einer Plastikkarte geworden ist also er sieht gar nichts mehr muss man, finde ich fairerweise immer dazusagen.
00:14:55: Weil am Ende wenn wir sagen es geht um den Endkunden dann hat er in dem Falle den Kürzerin gezogen wie ich finde.
00:15:02: und genau dann ist es oft so dass die Ärzte eine Sammelsignatur zur Verfügung haben.
00:15:09: das heißt die ganzen Patienten über den Vormittag da eben auch Nachmittag gekommen sind werden dann durch den Arzt.
00:15:16: die Rezepte werden einmal im Summe dann mittags zusammen freigeschaltet oder signiert.
00:15:22: Das bedeutet, dass die Kunden, die morgens um zehn da waren vor eins gar keinen Zugriff auf ihr Rezept haben.
00:15:30: Na, jetzt habe ich es verstanden.
00:15:32: Also danke noch mal für die Einordnung!
00:15:34: Ich bin mir
00:15:35: sehr an Herzen, weil ich finde das ist per se eigentlich ein unding, weil dann ja hab' ich auch schon mitgekriegt dass in Praxen gesagt wird aber gehen Sie jetzt nicht direkt in die Apotheke sondern erst bald Nachmittag?
00:15:46: Weil das ist noch nicht auf Ihrer Karte so das könnte man anders regeln finde ich im Sinne des Kunden weil der nämlich wenn er vielleicht nicht mehr unbedingt mobil ist dann wirklich dreimal hin und her läuft.
00:15:57: Ja oder es ist ja auch oft so, dass gerade bei Fachärzten auch entsprechend gut ausgestattete Apotheken direkt nebenan sind.
00:16:04: Also das würde jetzt auch für die stationäre Apotheke sprechen.
00:16:07: darüber Theresa müssen wir natürlich auch einmal sprechen.
00:16:10: also also idealerweise hätten wir ein hybrides System im Apothekmarkt also es natürlich durchaus diese stationären Apothecken geben muss Und dann aber auch für eine Großzahl anderer Kunden, die eben zum Beispiel vielleicht in einem Versorgungsgebiet sind wo sie nicht so Zugang zu einer Apotheke haben.
00:16:30: Auch eine Online-Möglichkeit und ich habe mir in Zuge dessen Mal ein paar Zahlen rausgesucht.
00:16:35: also gegenüber stationären Apotheken habt ihr ja als online Apotheker auch große Vorteile was die Kosteneffizienz angeht.
00:16:44: Wir haben ja im Moment ein absolutes Tief an stationären Apotheken.
00:16:48: Ich habe jetzt gerade mal geguckt, seit fünfzig Jahren die niedrigste Zahl an Apothekens.
00:16:55: Und ich bin jetzt mal provokant und immer noch zu viel!
00:16:58: Okay, okay interessant.
00:17:00: Erkläre
00:17:00: ich aber auch gerne warum?
00:17:02: Genau das möchte ich von dir hören.
00:17:04: Stationäre Apotheken sterben sieben Prozent und ab.
00:17:08: da sagt natürlich das größte Problem ist dass es ja seit dreizehn Jahren keine Honorarerhöhung gegeben hat obwohl die Kosten um sixty fünf Prozent gestiegen sind.
00:17:17: Das sind natürlich irgendwie so Dinge, wo sich dann der Mensch von draußen fragt.
00:17:22: Ist unsere Politik und unser Gesundheitssystem?
00:17:25: Und das auch was jetzt in einer Gesundheitsreform gerade auch angestoßen wird ist dass eigentlich ein Pro-Digitalisierungsstrategie und eine Absage an den an die stationäre Apotheke.
00:17:36: also das ist ein großer Themenkomplex und ich versuche mal vorne anzufangen Wenn ich sage, es sind immer noch zu viele.
00:17:45: Dann glaube ich muss man sich als System irgendwann dafür entscheiden was will man sich leisten?
00:17:52: Will ich mir und jetzt nochmal provokant wirklich vier Apotheken auf einer Straße leisten ja oder nein?
00:18:00: Es gibt viele Länder die die Frage mit Nein beantworten Und Deutschland hat sie immer mit ja beantwortet.
00:18:07: Von daher ist es einfach eine Systemfrage, was möchte man eigentlich und was?
00:18:12: ist man auch bereit sich das kosten zu lassen?
00:18:15: Darf ich da eine Zwischenfrage stellen?
00:18:17: Gibt es bei den Apotheken auch so eine Regulierung wie bei denen zum Beispiel Hausarztpraxen, dass es so gewisse Sitze gibt.
00:18:26: Die dann verteilt werden in bestimmten Regionen wo auch ne Apotheke dann zb ansässig sein darf und gibt's nicht.
00:18:33: Wäre das aus deiner Sicht denn in dem Kontext sinnvoll?
00:18:36: Ich bin ja immer ein Freund von wenig Regulierung exakt weil das reguliert sich wie.
00:18:42: man sieht irgendwann von alleine dass das Nomorar der Apotheken und das ist mit Sicherheit ein Punkt, wo man sagen kann, über Jahrzehnte nicht anzupassen.
00:18:52: Da haben die Apotheker schon einen fairen Punkt.
00:18:55: Das muss man ganz klar sagen!
00:18:56: ist sehr destruktiv.
00:18:58: Dass es ja so ein bisschen am ausgestreckten Arm verhungern lassen, habe ich das Gefühl ohne wirklich eine Lenkende Funktion auch zu auszuüben?
00:19:05: Ja!
00:19:06: Das auf der anderen Seite muss man natürlich auch sagen, als wir das Mehrbesitzverbot aufgehoben haben... Es gibt verschiedene Gründe warum heute die Apotheken sterben.
00:19:15: Als wir das mehrbesitz Verbot auf gehoben haben wurden vermehrt natürlich auch Apotheaken gekauft, die schon nicht mehr... Also es waren jetzt nicht die besten Apotheke, die gekauft worden sind umso zu sagen Und Jahre später merkt man dann, dass es sich auch... Was hat man gemacht?
00:19:30: Man hat die Konkurrenz.
00:19:31: Die dritte Apotheke auf der gleichen Straße wurde dann eben gekauft vom Platzirchen, der dann irgendwann gesehen hatte, das macht keinen Sinn.
00:19:38: Das ist ein Teil der Apotheken, die zugemacht werden sind Filialapotheken.
00:19:43: Das heißt, es ist eine Marktbereinigung eigentlich?
00:19:45: Also es gibt keine Berechtigung für diese Apotheker dort.
00:19:48: Es
00:19:49: ist ne Marktbereinnigung die auch hätte schon vor Jahren passieren können.
00:19:53: Ja, sukzessive dann fehlt uns der Nachwuchs.
00:19:57: das ist auch ein Punkt der Wormapotheken keine Nachfolger finden und das Dritte ist da wo kein Arzt in ländlichen Regionen lohnt sich halt auch keine Apotheke.
00:20:09: Und wir haben Studien gemacht die ganz klar zeigen dass der Weg des einzelnen Bürgers zur Apothek trotz des Apothekensterbens weit unterm Kilometer liegen.
00:20:21: Also das heißt, die Entfernung hat nicht wirklich zugenommen nur es entdichtet sich ein wenig und wir haben Versorgungsmonitor ins Leben gerufen wo man das auch wirklich transparent sich angucken kann.
00:20:34: dann sieht man eben auch wo wirklich Apotheken zumachen und was ist für den Einkunden bedeutet?
00:20:42: Im Moment haben wir ja einen online Anteil der bei verschreibungspflichtigen Medikamenten zwischen acht und zehn Prozent liegt, also was online über ihre Rezepte ausgegeben wird oder über Physische ja auch noch.
00:20:53: Das geht hier auch noch?
00:20:55: Oder gibt es das gar nicht mehr?
00:20:56: Im privatversicherten Bereich gibt's nur die Physischen.
00:20:58: Also da findet er komplett nicht digital statt.
00:21:02: Okay habe ich mich gerade gefragt.
00:21:04: Und sechsundzwanzig Prozent sind nicht verschreibungspflichtige Medikamente, die vom Gesamtmarkt inzwischen online verkauft werden.
00:21:12: Das heißt der Anteil Online-Apotheken ist ja eigentlich relativ gering.
00:21:17: noch, oder wie bewertest du das?
00:21:19: Genau.
00:21:20: Es ist absolut noch gering!
00:21:22: Das wird ja immer so als Risik empfunden.
00:21:24: also wenn man so Euro Umsatzzahlen sieht.
00:21:26: Achthundert, achtenviertzig Millionen Euro im Quartal, zwanzigundzwanzig, dann denkt man ja Wahnsinn!
00:21:34: Ja genau, das ist natürlich auf ganz Europa bezogen Und man muss immer sagen, dass der gesamte Markt, der verschraubendlichste Markt, fünfzig Milliarden sind.
00:21:43: Also wir reden wirklich immer noch über einen kleinen Kleinstanteil.
00:21:48: Die Frage ist was du eben gesagt hast wie könnte so eine ideale Welt aussehen?
00:21:53: Ideale Welt sind immer hybride Modelle von online und offline.
00:21:59: Wir haben im E-Commerce gesehen über Jahrzehnte jetzt das am Ende des Tages Das Fibride-Modell immer, das ist was am längsten wert und so glaube ich es auch in der Gesundheitsversorgung.
00:22:11: Wir haben die Telemedizin und wir haben den Doktor in seiner Praxis, wir haben die Online-Apotheke und wir habe den Apotheker in seiner Apotheke.
00:22:21: Und weil wir davon überzeugt sind, haben auch wir eine Kooperation mit Apotheken in ganz Deutschland Den wir eben sagen, okay.
00:22:30: Wir haben ein hybrides Modell.
00:22:32: oder wir glauben an das hybride Modell und wir möchten einfach dem Kunden die Optionen geben über unser Netzwerk, den Weg zu wählen, den er für die Indikation oder den Moment haben möchte.
00:22:47: Und das ist einmal der Weg in die Apotheke.
00:22:49: Er kann klick- und kollekt... das Paket in der Apotheke abholen.
00:22:54: Er kann es aber auch komplett online über ein Versand bei uns bestellen, also das heißt er hat am Ende alle Möglichkeiten von Fall zu fall zu unterscheiden wie ihr am ende seinen Medikament haben möchte.
00:23:06: Der ABDA hat ja große Kritik auch an dem Online Modell immer wieder geübt und geht ja auch vor allem um diesen Beratungsauftrag und vor allen Dingen die Teilhabe an Notversorgung, also Wochenend-und Nachtdienste.
00:23:21: Und ähnliches gibt es dazu auch Gespräche zwischen den Online-Apotheken und dem Abtar wie so eine Kooperation aussehen kann weil ich habe schon gelesen dass sehr viele online Apotheken auch tatsächlich Kooperation mit dem quasi stationären Wettbewerber haben um zum Beispiel Logistik zu verbessern oder zum Beispiel empfindliche Medikamente vielleicht auch auf eine andere Art und Weise auch schneller ausliefern zu können.
00:23:46: Wie geht ihr diesen Konflikt an?
00:23:48: Weil es ist ja eigentlich schon so ne Versus-Situation, man hat ja schon das Gefühl die Analogen gegen die Online.
00:23:55: Das ist nicht immer so aber...
00:23:59: Als Außenstehender also gerade wenn man den Medienberichterstattung sieht.
00:24:05: So und offen gestanden kann man das auch sagen, bis heute ist es auch noch so.
00:24:10: Und es gibt immer die, die sich ihrer Sache sicher sind und mit denen arbeiten wir seit twenty-fünf Jahren gut zusammen und haben eben auch dieses neue Netzwerk von neuen Partnerapotheken, die auf unserer Seite gelistet sind, mit denen wir zusammenarbeiten.
00:24:23: Es gibt halt eben die nicht mit uns zusammenarbeiten und da ist es schon ein bisschen ein Gegeneinander muss man sagen Ich glaube, das Thema Beratung.
00:24:32: Wir beraten vierundzwanzig Stunden sieben Tage die Woche.
00:24:36: Auf welche Art bietet ihr das an?
00:24:38: Telefonisch und per Mail.
00:24:40: Per Mail mit einer Garantie von innerhalb zwölf Stunden eine Antwort.
00:24:45: Und telefonisch eben wir haben eine Erreichbarkeit von acht und neunzig Prozent.
00:24:49: also da bekommt jeder die Beratungen, die er möchte.
00:24:52: was wir merken ist dass und das kann ich als Apothekerin sagen die Berätung einem anderen Level und das soll jetzt gar nicht dispektierlich sein, sondern der Kunde.
00:25:04: Wir merken dass sich der kunde intensiver mit seiner frage auseinander gesetzt hat und dass der kund auch nochmal in einer anderen atmosphäre seine frage stellt und ich glaube Das ist schon immer ein aspekt den man nicht außer achten lassen darf.
00:25:19: Es ist natürlich immer noch mal diskreter wenn er uns anruft.
00:25:24: Er hat zeit er kann dann anrufen wenn es passt und kann sie auf die zeit nehmen.
00:25:30: Der Podcast eHealth Pioneers ist eine Produktion der PR-Agentur The Medical Network.
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00:26:00: Und ist auch in der Regel gut vorbereitet.
00:26:03: Das muss man auch sagen, also die Kunden, die anrufen und ihre Fragen stellen, sind schon gut vorbereitet.
00:26:08: Wir können natürlich im Gegenzug vieles oder begeben vieles dann eben auch als schriftliche Beratung raus.
00:26:15: Wir haben zu jeder Bestellung eine Datenbank auf die wir zugreifen mit Tausenden von Beratungsmaterialien wo wir eben zu jedem spezifischen Auftrag im Hinblick auf Kontraindikation, Wechselwirkung, Alter, Dosierung, Anwendung dem Kunden noch mal Hilfestellungen geben.
00:26:38: So bricht jeder Kunde bei uns weil wenn ich wissen ob er zum ersten Mal das Medikament anwendet oder einfach nur das erste Mal bei uns bestellt also anderswo.
00:26:47: es kann auch beides kombiniert sein.
00:26:48: deswegen sagen wie immer jeder der zum ersten mal ein Assemble über uns bekommt kriegt eine sogenannte Erstanwender Hilfe.
00:26:56: Ja, das heißt wir machen Ihnen nochmal komplett auf alle Themen die für dieses Neumittel wichtig sind.
00:27:01: Aufmerksam!
00:27:02: Gut, das bekomme ich dann wahrscheinlich irgendwie per E-Mail oder standardmäßig?
00:27:07: Es sei denn Ich ruf nicht an oder schreib nicht... Das
00:27:10: bekommt man standardmäßig in den MyAccount.
00:27:12: da kann man dann letztendlich bei jeder Bestellung im Account kann man sich die ganze Materialien angucken und was wir jetzt in Zukunft machen werden Wir haben auch jeder Packung nochmal das Datum, die abgebende Apotheke und den Namen des Patienten mit Dosierung als Aufkleber versehen.
00:27:30: Das finde ich gut!
00:27:32: So muss man da sonst selber immer rauf krickeln und dann hält er es nicht mehr im Kugelschreiber.
00:27:36: Exakt!
00:27:38: Und wenn man das schon macht, kann man das natürlich auch mit einem Barcode versehen und das machen wir jetzt.
00:27:43: und hinter dem Barcode... liegen dann auch Videos, wo der Kunde nochmal im Detail gucken kann.
00:27:48: Das ist jetzt für eine Tablette die schlucken muss nicht so wichtig aber spätestens dann wenn es um Injektionen geht oder Trockensefte die aufgeschüttelt werden müssen Dann sind die Patienten schon sehr dankbar wenn sie diese Materialien haben und die haben Sie heute auch schon im Account.
00:28:06: Aber der Account ist oft nicht bei der Packung.
00:28:09: Und wenn wir jetzt sagen, eben in dem Moment wo er die Packung in der Hand hat kann er dann über ein QR-Kurz sich das direkt im Handy angucken.
00:28:15: so entwickeln wir das Geschäftsmodell halt immer digital weiter um ihn nachher letztendlich wirklich in seiner ganzen Medikation die Sicherheit und die Handhabung zu geben, der braucht.
00:28:26: Dann geht es ja noch um das Thema gemeinsame Notdienstzeiten abdecken Was ja auch teuer ist, kann ich mir vorstellen.
00:28:34: Also insbesondere auch Nachdienste, Wochenenddiensten was Personal und so ähnliches angeht.
00:28:38: wird das auch in Kooperation mit den stationären Apotheken organisiert?
00:28:44: oder haltet ihr euch da vor dem zurück?
00:28:46: Da halten wir uns zurück.
00:28:47: Wir zahlen aber, weil wir es gar nicht können, wir zahlen in den Fonds ein.
00:28:52: Es gibt einen offiziellen Fonds für alle Apotheken die daran nicht teilnehmen.
00:28:56: Das sind ja nicht nur wir und dann wird das finanziell geregelt Und von daher sind wir genauso Teil des Systems wie alle anderen Nur eben über die finanzielle Schiene indem wir eben in diesen Nacht- und Notdienstfonds einzahlen.
00:29:11: Okay, wieder was gelernt.
00:29:12: Super interessant mit dir Theresa weil ich habe so paar Lücken noch im Apothekenmarkt hab' ich gerade gemerkt.
00:29:17: die muss mich mehr damit beschäftigen.
00:29:20: dann noch eine Frage was ja auch in der aktuellen Diskussion auch immer zu der Einführung der Digas und ähnliches immer wieder zur Debatte stand war ja eine Erweiterung der Leistungen der stationären Apothekten.
00:29:33: Was
00:29:34: grundsätzlich hältst du davon?
00:29:36: Und würde das das Problem der Wirtschaftlichkeit vieler Apotheken auch lösen, oder ist das im Prinzip eigentlich nur eine Entwicklung in die falsche Richtung?
00:29:47: Das
00:29:47: kann ich ehrlicherweise wirklich schwer beantworten.
00:29:50: Dafür müsste ich da tiefer eintauchen.
00:29:52: Ich glaube wenn wir gucken dass wir eine massive Problematik in den in der Versorgung mit den Hausärzten haben dann kann ich mir vorstellen Leistungsverschiebung schon System helfen kann.
00:30:08: Ich würde es immer angucken, als wie können wir das System mit den finanziellen Möglichkeiten die wir haben und die werden mit Sicherheit weniger und nicht mehr?
00:30:18: Wie können wir dieses System möglichst effizient nutzen?
00:30:21: Und wenn dann ein Apotheker zusätzliche Leistung anbietet und so ein anderes System entlastet und das von beiden als Benwinn gesehen wird, dann habe ich da überhaupt kein Problem mit.
00:30:33: Was könnten denn diese Leistungen sein, die eine Online-Apotheke nicht anbieten kann?
00:30:38: Also ich habe gelesen es geht ja auch um Begleitung von chronisch kranken Impfen.
00:30:43: Auch Präventionsgespräche führen zum Beispiel Hilfe bei der Anwendung von digitalen Medizinprodukten im weitesten Sinne, also die auch mit dem Kunden zusammen durchzugehen und das damit auch den Arzt zu entlasten sind.
00:30:58: Sind das so Szenarien?
00:30:59: Die du für realistisch schätzt war?
00:31:01: da haben ja irgendwie die Apotheken jetzt auch nur zögerlich die Hand gehoben habe ich das Gefühl.
00:31:05: Ja Ich glaube am Ende ist es immer wir machen das heute schon.
00:31:09: Wir haben schon diverse Programme, wo wir mit zum Beispiel Asma Kunden durch die Therapie gehen und sie letztendlich in der Therapie halten.
00:31:22: Und ihnen hier auch Hilfestellungen geben wie man das Asmaspray idealerweise anwendet.
00:31:26: Wir haben auch schon den großen Studien gezeigt bei MS-Patienten dass wir die MS Patienten in der Erstindikation betreuen.
00:31:36: Das geht von sogenannte Spritzenschemathe, wenn man sich jeden Tag spritzen muss.
00:31:42: Dann macht man das am besten nicht immer an der gleichen Stelle und dann gibt es halt so genannte Spritze Schemathe dass die Patienten eben genau wissen wie sie das idealerweise am besten Hand haben.
00:31:53: da helfen wir dann nehmen wir sie an die hand und die Kunden nehmen das auch gerne an.
00:31:57: also das kann aber auch wenn wir leisten kann die Apotheke vor Ort leisten.
00:32:01: ich glaube immer dadurch dass wird in Summe digitaler sind und mehrere oder, ich sag mal im digitalen Kontext mit den Patienten stehen ist es hier und da einfacher auch für den Patienten.
00:32:16: Digitale Services sind ja jetzt nicht für den, sag ich mal alle Patientinnen geeignet.
00:32:22: Also wenn wir es nochmal so ein bisschen im Blick in eine ländliche Region lenken – wo vielleicht auch viele ältere Leute auf ihren Höfen oder in ihren Einfamilienhäusern vielleicht auch versuchen noch ein schönes Leben zu haben, auch wenn sie schon alt und ein bisschen hilfsbedürftig sind Da kann ich mir das zum Beispiel überhaupt nicht vorstellen, dass die Person dann weil es dort keine Apotheke mehr gibt und vielleicht auch kein Arzt über eine telemedizinische Betreuung ein Ehrezept bekommt.
00:32:52: Und das beim Online-Versandhändler dann auch eigenständig einlösen kann und dann auch noch diese E-Mail liest oder diesen QR-Code auf der Verpackung sich genauer anschaut.
00:33:04: Vielleicht ist das auch ein Vorurteil?
00:33:05: Deswegen meine Frage an dich habt ihr Daten zu den Menschen die Heavy User von online Apotheken sind oder bei euch speziell Shop-Apotheken?
00:33:16: Also
00:33:16: unsere Hauptkundengruppe liegt zwischen fünfundvierzig und fünfundsechzig.
00:33:21: Und dann geht es weiter vom
00:33:24: Bestager,
00:33:25: dann geht's weiter von Fünfundsechzig bis Fünfunzipzig und drüber.
00:33:30: also wir haben alle und wir hatten auch so das Durchschnittsalter ist deutlich höher, als man das immer denkt.
00:33:37: Also den achtundzwanzigjährigen Rezept-Kunnen...
00:33:40: Na die haben ja meist nix, ne?
00:33:41: Ja, denen gibt's auch.
00:33:42: aber wir sind schon genau in dem chronischen Segment was man auch erwarten würde.
00:33:47: Auch wenn man sich die Arsenalmüll anguckt, die wir verschicken dann ist es auch einmal die komplette Apothekenlandschaft gespiegelt.
00:33:53: Das ist jetzt auch nicht so dass man sagt okay da bestellen nur die weiß ich nicht die spritzen müssen.
00:33:59: nächstes wirklich am Ende Die Abbildung der normalen Apotheke.
00:34:03: Natürlich gibt es ältere Herrschaften, für die das nicht unbedingt anwendbar ist.
00:34:10: Aber was wir sehen ist dass dann die Kinder oder Angehörigen für diese Leute die Dienst den Anspruch nehmen und auch das Material in Anspruch nemen und auch die Rezepte einlösen.
00:34:21: Das heißt unser nächster Service geht dahin, dass wir eben in Richtung Family Accounts denken weil es einmal die Kinder für die Eltern machen aber Eltern für Kinder.
00:34:32: Wir telefonieren bei jedem Rezept nach, wo ein Kind unter zwölf ist um noch mal Gewicht und die Susierung zu checken.
00:34:39: also da gehen tausende von Anrufen auch jeden Tag an unsere Kunden.
00:34:45: das heißt in fünf Prozent aller Rezepte haben wir eine Interaktion mit Kunden und oder Haft und in neunzig Prozent der Rezepten haben wir interaktionen schrecklicher Form.
00:34:58: Also von daher lasst mal vorne weg und wir merken mehr und mehr, dass eben für immobile Patienten dann die Angehörigen das übernehmen.
00:35:07: Und für die es natürlich deutlich einfacher ist bei uns zu bestellen als zur Apotheke zu gehen.
00:35:12: also es gibt Use Cases auch für die Altersgruppe.
00:35:15: Wenn ich mir jetzt diese Patient Journey, die du ja auch beschrieben hast auf die ihr so großen Wert legt nochmal anschauen Wir hatten ja schon gesagt Es gibt noch ein paar so Bruchstellen Ist es aus deiner Sicht denn zukünftig auch denkbar, dass der ganze Prozess automatisch abläuft?
00:35:33: Indem man zum Beispiel bei seinem behandelnden Arzt wenn ich jetzt chronisch kranker Patient bin.
00:35:37: Ich brauche immer meine Rezepte und so weiter das man dort einmal angibt.
00:35:41: Ich möchte diese Journey über Online-Apotheke führen und dass das dann beim Arzt quasi mehr oder weniger schon festgelegt wird die Praxis verlassen, automatisch der Prozess abläuft ohne dass ich den nochmal anstoßen muss und ich dann mein Medikament von einer Online-Apotheke, die ich vielleicht ausgewählt habe oder die der Arzt vielleicht auch bestimmt geliefert bekommen ist.
00:36:07: in Ordnung im Apotheken und medizinischem Erleistungserbringer mag.
00:36:11: Das müsstest du vielleicht noch mal sagen, das ist jetzt so eine spinnerte Idee von mir aber...
00:36:16: Nee, aber wir legen immer großen Wert darauf dass letztendlich der Kunde am Ende die freie Apotheke Wahl hat.
00:36:22: Und das soll auch so bleiben!
00:36:24: Das ist auch genau richtig.
00:36:26: Am Ende, dass irgendwann mal regulatorisch verändert wird, kann ich nicht sagen.
00:36:31: Aber wir befinden uns immer noch in der freien Apothekerwahl.
00:36:34: und ja man könnte mit Sicherheit als Patient sich vorstellen beim Arzt irgendwann eine feste Apotheke zu hinterlegen.
00:36:41: das gibt es in anderen europäischen Ländern wo man einfach ne feste apotheker hat und sagt dass meine Apothekel und bei der möchte ich dass es bestellt wird was Mit Sicherheit ein Fall ist, wenn wir über chronisch kranke Patienten reden die ihr Medikament jedes Quartal neu brauchen.
00:37:00: Dann macht es mit Sicherheitssinn hier über solche Konzepte nachzudenken dass man halt eben sagt okay es gibt eine Jahresverordnung und dann wird einfach zur Not nur abgerufen um allen Parteien leichter zu machen dem Hausarzt der eigentlich nur ein Rezept ausstellt uns und den Patienten Ja, und vornehmlich dem Patienten.
00:37:22: Ich glaube das ist schon in der Debatte.
00:37:23: Das hat mich nämlich auch sehr gefreut im Rahmen der ganzen Diskussion jetzt über die Gesundheitsreform weil ich bin auch ein Chroniker was Schädtrüsentabletten angeht und sonst muss ich eigentlich nicht zum Arzt und es nervt immer so'n bisschen obwohl man ja eigentlich froh sein kann dass es nur das ist.
00:37:39: Aber das sind halt, wir haben halt mal Analysen gemacht und haben das Gaps in Care also Lücken in der Versorgung von chronischen Patienten uns angeguckt.
00:37:47: Und da ist eben ein häufiger Grund einfach habe es nicht geschafft so hab's nicht geschafft.
00:37:53: Es ist aber einem gehts ja gut.
00:37:55: ich sag mal man vergisst es halt eben auch weil es einem ja jetzt eben auch nicht immer gleich direkt schlecht geht und von daher will man ja eigentlich auch damit gar nicht sich befassen.
00:38:04: Und das kann man schon als psychologisch nachvollziehen, es gibt nur immer dann eine Blücke in der Versorgung.
00:38:10: Das ist jetzt bei einer oder anderen Indikationen weniger schlimm als bei manch anderer und von daher würden solche Modelle schon absolut Sinn machen um auch den Kunden in seiner Therapie zu halten weil am Ende geht's darum.
00:38:25: Also es ist natürlich nicht gut wenn ich mal so ne Woche meine Schildrösen-Tabletten nicht nehme wäre besser, wenn ich es ja einfach durchgehend direkt morgens beim Aufstehen einfach einwerfen würde in einer perfekten Welt.
00:38:38: Ich sage jetzt mal Ja!
00:38:40: Natürlich besser.
00:38:42: So aber genau.
00:38:43: und deswegen sind solche Services gerade diese Repet-Perscription oder Jahresperscription wo man dann eben abruft oder wir dann automatisch einfach... Wir haben einen Repetservice auch für jetzt eben ohne, dass automatisch dann das nächste Produkt verschickt wird für den Chroniker.
00:39:02: Wir haben eben auch diese Repeat Erinnerungsservices die Kunden nutzen wo sie sagen hey danke!
00:39:09: Auch für OTC sogar wenn Sie halt eben durchgehend OTC Präparate nehmen Dann kann man das eben genauso machen und eben auch für Chroniker die dann sagen Hey Danke für die Erinnerungen.
00:39:20: Ich bin ja nun auch sehr offen für digitale Gesundheitsversorgung und ich nutze zum Beispiel häufiger telemedizinische Anwendungen, also gerade wenn es darum geht dass sich mal Augen tropfen oder irgendwas braucht.
00:39:31: Dort ist das ja auch sehr konvinient, dass man tatsächlich auch vorgeschlagen kriegt welche Apotheke in der Nähe ich nutzen kann und an wen das Ehrezeptere gehen soll.
00:39:41: Also was natürlich so diese Bestellzeit dann meint man sagt muss mein Nachmittagstor wieder kommen weil das Medikament noch nicht da ist Nicht auch schon fast so ein Convenience Moment wie dann über eine Online-Apotheke, weil das ist ja für mich.
00:39:56: Also ich habe es lang immer den Weg gewählt und bin dann brav in meine Apotheke da an meinem Wohnort gegangen und hab nie das Gefühl gehabt dass sich jetzt einen schlechten Service hat.
00:40:06: und deswegen bin ich jetzt noch nicht an dem Punkt wo ich sage eigentlich würde ich's gerne komplett online machen was... Wie ist die Beobachtung bei euren?
00:40:15: Kundinnen, ist das auch vielleicht so eruptiv?
00:40:18: Du hast ja gesagt es gibt sehr viele Wiederholungsbesteller.
00:40:21: oder ist das so dieser one moment in time und man denkt Boah ist das praktisch.
00:40:25: Das mache ich jetzt immer so.
00:40:26: Ich glaube wenn man's einmal gemacht hat dann hat man die Convenience genossen und dabei Vielleicht auch ja Sieben-Achzig Prozent machen sie dann eben auch so.
00:40:37: Es ist mit Sicherheit erstmal was Neues.
00:40:39: Ja, und ein Markt muss lernen.
00:40:41: Und ein Markt musste lernen dass es einen Ehe Rezept gibt... ...und ein Markt müsste lernen das das jetzt irgendwie mit der Karte ist.... ...und dass die da eingesteckt werden muss.. ..und ein Markt musst du lernen dass man das jetzt an den Handy halten kann!
00:40:52: Ja ich glaube das wäre sehr wichtig dass wir dann noch viel mehr aufklären weil Das, was du am Anfang des Podcasts erklärt hast.
00:41:00: Wie es eigentlich dann funktioniert?
00:41:02: Also dass man das Ehrezept an die Online-Apotheke freigeben kann.
00:41:06: Es ist ja mehr oder weniger... ...das ist auch etwas, was man glaube ich nicht oft genug noch mal erklären kann weil das hört sich irgendwie so an als wenn man da was haben muss wo man die Karte reinsteckt in seinen Computer oder sein Keyboard oder irgendwie sowas was man halt vom Arzt oder von der Apotheke kennt und so ist es halt nicht.
00:41:23: also jeder deren Smartphone hat er kann das imt
00:41:25: auch machen Genau, aber es braucht eine gewisse Marktdurchdringung bis das verstanden wurde und das braucht einfach hier unter auf seine Zeit.
00:41:36: Aber ich sage mal jetzt haben wir zwanzig Jahre gewartet.
00:41:41: Jetzt können wir auch noch... Also genau steht der Tropfen holt den Stein und ich glaube am Ende Qualität und wir sind halt schon überzeugt davon dass ist ein eine gute pharmazeutische Dienstleistung sein muss.
00:41:53: Deswegen legen wir auch seit zwanzig Jahren Wert auf eben diese Beratungen in digitaler Art und Weise, bis hin aber eben dann auch zum Telefonanruf.
00:42:01: Wir haben hier Millionen an Anrufen jedes Jahr Und von daher glaube ich ist es einfach die Zeitbild für uns und die Convenience und auch das gute Produkt am Ende des Tages was wir im Markt anwenden.
00:42:16: Hast du auch das Gefühl, dass Online-Apotheken auch mit Unterstützung von KI noch besser in der Beratung sein können?
00:42:24: Also ich kann mir vorstellen, dass ihr ja eure ganzen Kundenberatungsgespräche und eure ganzen Erfahrungen... Was sind so die typischen Fragen der Menschen zu bestimmten Medikamenten.
00:42:34: Dass man da ja mit KI sehr gut auch nochmal verdichten kann, Informationen verbessern kann.
00:42:39: Ist das auch noch mal ein Push den er erwartet jetzt mit diesem AI Hype?
00:42:45: uns vorstellen können ist, dass man in erster Linie erst mal guckt.
00:42:50: Dass man vorqualifiziert oder das man durch ein Themengebiet ich bin MS-Patient an die MS Spezialisten direkt weiterleitet um nicht diese ganzen Umleitung Verbindungen Weiterleitung um das erstmal zu verhindern weil wir schon Spezialist haben in verschiedensten Gebieten und wie aber fünfzig verschiedene Telefonnummern anlegen wollen und da kann die KI natürlich schon helfen, den Weg zum Experten zu optimieren.
00:43:20: Ich glaube am Ende braucht es noch eine Zeit.
00:43:23: der Kunde möchte schon mit jemandem sprechen heißt nicht dass es nicht Dienstleistungen dahin gibt, die eine KI erledigen kann
00:43:34: also ein Chat zb.
00:43:36: ich glaube der Patient der am Ende zum Telefonhörer greift, erwartet erst mal eine persönliche Beratung und die kann mit Sicherheit durch eine KI unterstützt werden.
00:43:51: Aber das glaube ich dauert noch.
00:43:54: Ich glaube es werden eher die Repeat Prescriptions sein, wo eine KI dann nochmal hier und da unterstützt.
00:43:59: Es werden interne Prozesse sein bei uns, wo ne KI unterstützedt.
00:44:03: aber ich glaub die Kundenbeziehung ist das was wir mit Sicherheit erstmal nicht angehen werden.
00:44:10: Ich kann mir aber auch vorstellen, dass in Zukunft wenn zum Beispiel auch Privatmenschen einfach stärker auch KE nutzen um ihren Alltag zu managen.
00:44:19: Um so Pflichtaufgaben zu organisieren.
00:44:21: also man kann ja heute schon sich quasi automatisch die E-Mails beantworten lassen und so nicht das ich das tun würde.
00:44:26: Aber nein auf keinen Fall!
00:44:29: Also man hat im Moment noch sehr fragmentierte Lösungen wo man immer einen Push bekommt mit Schlafprotokoll oder die.
00:44:37: meine Apple Watch schickt mir ein Push Denk an deine Tabletten heute Abend oder so ähnlich.
00:44:43: und das könnte ich mir auch als Service natürlich auch von Unternehmen wie eurem vorstellen, dass man tatsächlich dort auch noch stärkere Schnittstellen hat zu dem persönlichen Assistant Tools die es sicherlich in wenigen Jahren geben wird für jede einzelne Person.
00:44:59: Genau da bin ich sofort dabei.
00:45:01: diese Services
00:45:02: Ich würde es lieben und dann auch noch so ein bisschen Diagnostik Systeme im Smart Home, so eine automatische Toilette oder so ein kluger Spiegel.
00:45:13: Da ist noch ganz viel Fantasie drin.
00:45:15: Siehst du das auch so?
00:45:16: Definitiv, das fällt bei mir unter Services und wenn wir über diese Servicelandschaft reden da ist mit Sicherheit eine große Spielwiese und ein großes Feld wo man den Patienten den Alltag massiv erleichtern kann.
00:45:30: Da bin ich sofort dabei!
00:45:31: Wenn es nachher wirklich um den vom Patienten gewünschten Kontakt geht, da sollte man dann wahrscheinlich dem Patienten wünschen wer am Ende vielleicht ist.
00:45:42: Ich überlege gerade, wie machen wir das hier intern eigentlich?
00:45:44: Intern haben wir immer eine Pyramide.
00:45:46: Und die Pyramiden und das glaube ich wahrscheinlich die beste Antwort.
00:45:49: Die Pyramid ist am Ende unten hat man einfach Standardthemen und in der breiten Masse Standardindikationen, Standardthemen und immer wieder die gleichen Standard tragen.
00:45:58: Und die kann ich schon im Vorfeld weil ich genau weiß dass da ein Thema ist, kann ich die schon direkt beantworten.
00:46:05: aber je spezieller entweder die Krankheit wird oder je multimorbider der Patient wird desto komplexer wird die ganze Sache.
00:46:15: und das oben in unserer Pyramide bleibt dann immer noch mal der Level vier wo der Mensch sich dann das mit den Patienten in Kontakt geht.
00:46:23: Aber exakt, wenn man sich das Ganze als Pyramide anguckt und eben guckt was ist es für eine Indikation?
00:46:30: Wie hoch ist der Leidensdruck wie hoch ist die Komplexität der verschiedenen Medikamente, die der Patient anwendet?
00:46:37: Dann wird oben immer meiner Meinung nach oder noch sehr lange der Mensch als Ansprechpartner bleiben unten bei den Standardfragen und das Einfachste ist immer wann kommt's?
00:46:49: Da kann eine KI-Wunderbar helfen.
00:46:51: Jetzt hast du eigentlich schon meine Schlussfrage beantwortet, wie ein hybrides System aussehen kann mit eurer Pyramide finde ich weil man da natürlich auch genau nochmal diese besondere Special Care für Menschen die halt auch sehr stark medikamentös unterstützt werden und auch ne ganz lange Patienten Journey haben.
00:47:13: Ich sage mal, der richtige physische Kontakt auch wichtig in vielleicht spezialisierten Zentren.
00:47:19: Also soweit ich weiß gibt es ja jetzt schon stationäre Apotheken die sich zum Beispiel ausschließlich mit Zytostatika beschäftigen oder andere Schwerpunkte haben also so besondere Apothecken die wahrscheinlich auch zukünftig ihre Berechtigung haben werden weil du hast ja zu Anfang gesagt Es gibt immer noch zu viele Apotheke Gretchenfrage, wir haben jetzt sechzehntausend fünfhundertdreißig glaube ich.
00:47:42: Wenn mich die KI nicht angeschwindelt hat in Deutschland und wie viel müsste es denn werden?
00:47:48: Damit sich das System trotzdem noch positiv entwickelt mit den Optionen, die wir haben, der Service für die Menschen nicht leidet und die Apotheken, die übrig bleiben auch wieder rentabel sind weil da sind sie ja offensichtlich gerade nicht
00:48:02: exakt.
00:48:02: Ich habe immer gesagt, die Hälfte wird es auch tun.
00:48:04: Da waren wir bei zwanzigtausend, das sind dann zehntausend.
00:48:07: Es gibt Länder, die gehen deutlich drunter und haben keine schlechtere Versorgung im Gegenteil.
00:48:13: Es kommt nicht auf die Anzahl drauf an sondern es kommt darauf an was man von der Apotheker am Ende erwartet.
00:48:19: Und ihr seid seit fünfzwanzig Jahren in den Niederlanden und wenn man mal über die Grenze guckt, dann sieht man schon dass an die niederländische Apotheke andere Anforderungen gestellt werden, so will ich es mal sagen und auch an uns.
00:48:34: Kannst du kurz sagen andere erhöhere Anforderung?
00:48:38: Wie ich finde höre ja wir haben einmal im Jahr füllen wir einen Qualitätsindikatoren Report aus Und das geht so am einfachen Beispiel Wir müssen dort darlegen und wir sind natürlich und das sind die Niederlande in Summe wir sind komplett digital.
00:48:55: Das heißt wir müssen den Niederländern angeben wie viele Einfaches Beispiel, Aspirin-Packungen haben wir verkauft und bei wieviel Verkäufen haben wir auch einen Magenschutz hingewiesen.
00:49:08: Und idealerweise steht oben die gleiche Zahl wie unten – das kontrollieren sie.
00:49:13: Das
00:49:14: ist krass!
00:49:15: Also ich kaufe ab und zu mal Ebo-Profäen.
00:49:20: Magenschutz hingewiesen worden bin.
00:49:22: Also ich weiß es, dass sich das nehmen muss aber also immer so ein bisschen.
00:49:27: meine persönliche Erfahrung mit stationären Apotheken ist sehr unterschiedlich.
00:49:31: Es gibt keinen Standard und das ist genau das was am Ende fehlt.
00:49:35: und ich sage mal wenn man...
00:49:37: Da schauen wir nach den Niederlanden offensichtlich
00:49:40: Exakt, da kann man auf die Niederlanden gucken.
00:49:42: Die haben halt Standards und das sind diese Qualitätsindikatoren, die von Jahr zu Jahr wechseln.
00:49:46: Sie haben ein Setup was immer gleich ist.
00:49:47: aber zum Beispiel was man weiß ist, Thrombose ist ein Riesenthema und wenn die Patienten ihre Thrombosenspritzen verordnet kriegen, die wenigsten nutzen sie wirklich.
00:49:56: Und wir müssen darlegen wieviel Beratungen und wie viele Kunden wir Erstanwendungshilfe gegeben haben.
00:50:03: bei der Verordnung von Thrombosispritzen ist einfach ein Schritt weiter.
00:50:08: Ein Schritt weiter in der Standardisierung, in gewissen Indikationen was die Apotheke angeht und was die Qualität dann auch angeht.
00:50:15: Und deswegen gucken die Niederländer immer auf den Outcome, die sagen halt wir haben uns jetzt mal landesweit die Thrombosefälle angeguckt, haben hier eine Initiative in die Apotheken gegeben.
00:50:25: werden wir besser ja oder nein?
00:50:27: Und das sind Themen Sie werden besser.
00:50:29: Ja sie werden besser Und dann fliegen auch solche Indikatoren, wenn sie die Themen im Griff haben.
00:50:34: Die auch wieder aus diesen Fragen raus und dann kommen eben neue Themen rein.
00:50:38: Also auch starke Lenkungsfunktionen einfach?
00:50:41: Ja um Qualität zu sichern.
00:50:44: Das ist glaube ich was wo wir noch daran arbeiten können dass wir eben Qualitätsstandards implementieren in der Apotheke Wasberatung und was die Interaktion mit dem Kunden angeht.
00:50:54: Ja, liebe Theresa.
00:50:55: Ich glaube jetzt habe ich auf jeden Fall verstanden was du in der pharmazeutischen Zeitung so steil behauptet hast.
00:51:01: Redcare fühlt sich Apotheken überlegen bei Beratung und Qualität.
00:51:05: Und das hab' ich so nie gesagt.
00:51:07: aber eh...
00:51:08: Nein!
00:51:08: Hast du so nie gesagt?
00:51:09: Aber wir verlinken den Artikel in den Shownutz, denn kann jeder nochmal genau nacken.
00:51:14: Aber sinngemäß hast du es natürlich gesagt Bestimmt der App da ordentlich aus und er hat hoffentlich gute, produktive Gespräche geführt.
00:51:24: Aber ich fand es total spannend!
00:51:26: Ich habe noch ein paar regulatorische und technische Dinge von dir gelernt was auch den Markt für Online-Apotheken angeht.
00:51:32: Ich hoffe das geht die Nähörerin auch so und du sagst Es gibt immer noch zu viele Apotheken Die Hälfte muss weg.
00:51:39: Und dein Ansatz ist auch dadurch, dass du natürlich schon sehr lange diese Journey online Apothekenmarkt von Anfang an verfolgt hast.
00:51:47: Dass sich genau wie im e-commerce Hybride Modelle durchsetzen werden.
00:51:50: also es wird die schicke Boutique geben also die stationäre Apotheke mit besonderem Leistungsangebot und das wird natürlich auch den Online Service geben um eben immer mit dem Gesichtspunkt die beste Beratungsqualität im pharmazeutischen Bereich für die Menschen da draußen auch anbeten zu können überall.
00:52:08: Ich glaube, das wollen wir ja alle und...
00:52:10: Das vergessen wir manchmal den Menschen da draussen um den geht's nämlich am Ende!
00:52:14: Das sage ich auch ganz oft in meinem Podcast.
00:52:16: Und ich sag vor allen Dingen, auch immer wenn dieses Thema kommt es gibt so viele Verweigerer von Digitalisierung im Gesundheitssystem und sagt über wir haben die Leute einfach noch nicht mitgenommen.
00:52:26: weil wenn man versteht auch Leistungsentbringe Ärzte und Ärztinnen Wenn die verstehen wie ist wirklich funktioniert und wie auch Qualität und Standards und Evidenz der Einfluss nehmen können dann Schaffen wir das auch.
00:52:38: Aber solange wir die nicht überzeugt haben, muss man es nicht wundern wenn sie sagen, das ist mir jetzt irgendwie noch nicht so klar.
00:52:44: Genau aber wir gehen uns große Mühe.
00:52:46: Absolut unter anderem mit diesem wunderbaren Podcast der mein absolutes Lieblingsprojekt schon seit fünf Jahren.
00:52:52: Das glaube ich.
00:52:53: Ich
00:52:53: sage ganz herzlichen Dank Theresa Holler und ich freue mich auch ganz besonders dass du ja einzige Frau im Vorstand eines börsen notierten Halstag beziehungsweise Farmacy Players bist.
00:53:05: Das finde ich natürlich auch ganz klasse und ich hoffe, dass dabei noch ein paar mehr Frauen sitzen werden.
00:53:09: Da
00:53:10: freue mich immer drüber!
00:53:11: Ich muss aber sagen, ich schätze auch sehr meine männlichen Kollegen die es mir immer leicht gemacht haben.
00:53:16: also von daher alles gut.
00:53:18: Also Grüße gehen raus an die männlichen Kolleginnen.
00:53:20: und bis dahin Teresa viel Erfolg weiterhin.
00:53:23: übrigens dieser Podcast ist eine Produktion von The Medical Network.
00:53:28: wir verschaffen digitalen Innovationen in der Gesundheitswirtschaft Gehör.
00:53:32: Willst du das auch?
00:53:34: Dann freuen wir uns über Likes, Shares und eine Bewertung bei iTunes.
00:53:39: Noch mehr spannende Folgen findest du auf unserer Website www.themedicalnetwork.de.
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