#146: DMEA-LIVE: Plattformökonomie statt Praxis-Chaos

Shownotes

Live von der DMEA 2026: Dr. Christoph Viebig, COO der CKM Group, erklärt, wie eine hybride Gesundheitsplattform Telemedizin, Labor, Klinik und Tech verbindet. Er hat Plattformökonomie an der Copenhagen Business School erforscht – Airbnb, Uber – und baut jetzt Patient Journeys im Gesundheitswesen. Von sechsstelligen Patientenzahlen bei GreenMedical bis zur Frage, warum es im System nicht an Technologie fehlt, sondern an Mut. Reinhören.

SHOWNOTES ZU DIESER FOLGE:

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00:00:01: Willkommen bei

00:00:02: eHealth

00:00:02: Pioneers.

00:00:04: Wir verschaffen digitalen Innovationen in der Gesundheitswirtschaft.

00:00:08: Gehör, mit Andrea Buzzi.

00:00:12: Hallo und guten Morgen lieber Christoph Fiebig!

00:00:17: Wie war dein erster Rundgang auf der DEMEA?

00:00:19: Hier im Jahr hier in Berlin.

00:00:22: Sehr interessant viele interessante Stände schon einiges los auf der Messe.

00:00:26: Wundert mich ich war jetzt früh da dieses Jahr Schon viel los, spannende Insights auch schon ein bisschen gesehen.

00:00:33: Also richtig cool!

00:00:34: Ich freue mich drauf.

00:00:35: Dominierendes Thema auf den ersten Blick?

00:00:37: KI.

00:00:37: Mehr

00:00:38: total.

00:00:39: Aber so konsequent der Companion-Ansatz fand ich sehr auffällig in den ganzen Claims.

00:00:44: Ich gucke es mir gleich noch mal in Ruhr an.

00:00:46: Wir haben zehn Uhr auf dem Meer.

00:00:49: Ich weiß nicht wieviel dir das für dich ist.

00:00:51: Tatsächlich aus die Zweite.

00:00:53: Für mich ist es die fünfte.

00:00:55: Und ich liebe es.

00:00:56: Ich habe mich heute Morgen richtig gefreut auf das Innovationsfeuerwerk und ihr seid hier auch vor Ort, und das wollen wir natürlich zum Anlass nehmen mal über die aktuellen Themen in der digitalen Gesundheitswirtschaft mit dir zu sprechen.

00:01:10: Erstmal starten wir ja unseren E-Health Pioneers Podcast immer gerne mit einem kleinen Quiz zum Warm up.

00:01:16: Kennst du das Format oder lässt ich jetzt einfach mal drauf ein?

00:01:19: Das ist aber total einfach.

00:01:21: Also, ich hoffe nicht dass du so Nachrichten junkie bist und das mitgekriegt hast.

00:01:25: So ein bisschen ab vom Thema Aber fand ich total spannend.

00:01:29: in China hat einen halb Marathon stattgefunden Mit einer roboter staffel und einem ganz normalen menschlichen Staffel Mannschaft.

00:01:40: Was denkst Du?

00:01:41: der hat den Weltrekord aufgestellt.

00:01:43: Ich denke die robot haben wahrscheinlich gewonnen.

00:01:46: Das ist wirklich krass.

00:01:48: Also ich habe mal nachgeguckt, der Roboter hat in fünfzig Komma sechsundzwanzig Minuten einen Halbmarathon gelaufen und er hat den lustigen Namen Blitz.

00:01:59: Das finde ich auch wirklich funny!

00:02:01: Und aus meiner Sicht symbolisiert das die unglaubliche Geschwindigkeit mit der sich gerade auch Robotik und Technologie entwickelt.

00:02:10: weil ich glaube in den letzten Jahren war das ja noch wirklich fanny.

00:02:14: Wir konnten ja teilweise da, sind da ja nur so stolpernd rumgelaufen und es waren teilweise auch Lagen auf dem Rücken.

00:02:19: Und haben dann noch weiter gestrampelt.

00:02:22: Jetzt haben wir jemanden der besser ist als der Mensch schneller.

00:02:27: Das ist eine Maschine.

00:02:30: Ist das Dystopie oder Utopie?

00:02:33: Das kommt sehr drauf an wie sich das in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickelt.

00:02:38: Aber Christoph, bleiben wir erstmal nochmal bei dir ... Du hast an der Kopenhagen Business School zu Entrepreneurship promoviert und dort auch gelehrt, wie bist du überhaupt in diese E-Helsbranche gekommen?

00:02:51: Also das fand ich nochmal ganz interessant.

00:02:53: In den Gesundheitsmarkt und dann auch zu deinem jetzigen Unternehmen, der CKM Group, so der du gleich noch was sagen kannst.

00:02:59: Genau!

00:03:00: Ich habe im Bereich Entrepreneurshop promovierend an der Copenhagen Business school und hab nicht da sehr viel mit dem Thema digitale Plattform auseinandergesetzt.

00:03:07: Hab dazu auch einen eigenen Kurs unterrichtet über mehrere Jahre hinweg.

00:03:10: Wie baut man solche Plattformen auf, wie skaliert man sie?

00:03:14: Was muss man berachten?

00:03:16: Vielleicht was sind digitale Plattform.

00:03:18: Also in digitaler Plattforms sind im Prinzip Marktplätze oder Infrastruktur-Provider die es ermöglichen das Player miteinander interagieren.

00:03:25: ganz klassische Beispiele Airbnb Uber.

00:03:28: diese Modelle haben alle gemeinsam dass dort Interaktion zwischen dem Prinzip freien Playern stattfinden.

00:03:35: Und solche Plattformen haben mich immer fasziniert, weil durch die Digitalisierung werden diese Modelle viel einfacher.

00:03:40: Plattform sind uralt – der mittelalterliche Marktplatz ist am Prinzip eine Plattform.

00:03:45: Und die Digitalisierung macht das leicht, solche Platform zu bauen.

00:03:48: und dann habe ich mich nach meiner Promotion zunächst entschieden in eine Strategieberatung zu gehen, die sich spezialisiert auf Scale-Ups oder digitale Geschäftsmodelle.

00:03:56: Und eines Tages kam Christoph Neumeier, CEO der CKM Group durch die Tür und sagte hier, ich hätte da ein Thema.

00:04:04: Damals war die CKM Group am Ende der Corona-Zeit angekommen.

00:04:10: Es ist ehemals Deutschlands größter Testcenteranbieter und musste sich im Prinzip neuer finden, man hatte einen Krankenhaus, man hat ein Labor oder eine IT Entwicklungsfirma aber man hat eigentlich gar keine Strategie gehabt wie man jetzt nach Corona weiter macht.

00:04:23: Und das sind jetzt jeden Unternehmen so, weil es ja auch kein organisches Wachstum war.

00:04:28: Also fair enough für viele Unternehmer.

00:04:31: Wir haben natürlich auch erst mal einen Beitrag geleistet.

00:04:33: Ganz genau und dann ging's in der Beratung damals darum eine Plattform schon im Laborbereich eben aufzubauen.

00:04:40: Das hat mich sehr fasziniert.

00:04:41: Christoph und ich haben auch einen sehr guten Draht zueinander gefunden und ich habe die Seiten im Prinzip gewechselt.

00:04:46: Ich bin in die CKM Group Rhein und habe mit ihm sozusagen die Idee der hybriden Gesundheitsplattform entwickelt, vorangetrieben.

00:04:53: Und bin dann jetzt sozusagen seit einigen Jahren im Gesundheitsbereich der Gesundheitsbranche tätig.

00:04:58: Und macht dir das besonders viel Spaß?

00:05:01: Ich hab gesehen du hast auch mal im Lieferbusiness.

00:05:03: Genau!

00:05:04: Also ich bin ganz

00:05:05: weit zurückgegangen.

00:05:06: Hast du ein bisschen Purpose in dem Signal?

00:05:08: Ja also ich mag Medizin fasziniert mich allein schon aus Familiengründen.

00:05:11: Also meine Mutter ist Augenärztin, mein Vater Psychologe.

00:05:14: Das heißt ich komme schon so ein bisschen aus Aus dieser Richtung hat mich auch immer fasziniert.

00:05:18: Ich habe mir tatsächlich überlegt, an Medizin zu studieren und mich allerdings dagegen entschieden.

00:05:23: Ja.

00:05:24: Voll für Tage müssen wir lange arbeiten?

00:05:26: Stimmt, so ein Medizinstellung dauert allerdings auch schon seine Zeit aber...

00:05:29: Ich bin ehrlich gesagt auch gedacht ich warte noch mit Kaisen bis das noch ein bisschen einfacher wird und dann muss sich das nicht mehr alles auswendig lernen und dann geht es schneller.

00:05:36: Da bin ich gespannt wenn du da einen Abschluss machst.

00:05:39: Auf jeden Fall dass ist im Prinzip also ein Bereich der mich schon immer fasziniert hat den ich spannend finde und da fühle ich mich sehr heimisch tatsächlich und bringe natürlich auch durch die familiäre Prägung auch schon einiges an Wissen wie das medizinische System mit Deutschland funktioniert.

00:05:54: Und da bekommst du sicher auch Infos vom rein praktischen, ne?

00:05:58: Praximatischen Ansatz weil das fehlt ja vielen finde ich also dieser Einblick auch in wie funktioniert ein Praxisalltag, wie funktioniert eine Klinik und wir haben tatsächlich ein gemeinsames Leidenschafts.

00:06:09: Thema Plattform Ökonomie.

00:06:11: Ich bin ja auch ein Kind der Internetökonomie Also meine berufliche Karriere fingen mit Google an als Google nach Deutschland kam.

00:06:19: Ich finde auch diesen Aspekt der Demokratisierung und der Zugänglichkeit zu Leistungen einfach über so digitale Marktplätze unglaublich cool.

00:06:27: Und meistens hat man ja auch eine Verkürzung der Wertschöpfungskette, also es sind nicht mehr so viele Player involviert die dann noch noch Geld abschöpfen.

00:06:35: aber das große Problem ist immer Anbieter Nachfrage muss alles über eine Plattform gehen und das muss auch möglichst ausgeglichen sein.

00:06:43: Aber da sprechen wir gleich darüber.

00:06:44: Du hast jetzt nochmal kurz Gelegenheit etwas zur CKM Group zu sagen.

00:06:49: Was ist die CK M Group heute?

00:06:50: Die CKm Group ist ein digitales Gesundheitsunternehmen, das an der hybriden Versorgungsplattform von morgen arbeitet.

00:06:57: Wir haben ein Krankenhaus in München, einen Labor in der Nähe von Frankfurt eine IT-Entwicklungsfirma und eine Telemedizinplattform.

00:07:04: Und was wir machen wollen damit ist, wir wollen hybride Versorgungsfangels oder Patient Journeys bauen und auch groß skalieren.

00:07:12: Also das Patienten

00:07:14: auf eurer Plattform mit einer PatientenID über die verschiedenen Sektoren und verschiedenen Leistungen?

00:07:20: Wann dann kann?

00:07:21: Ganz genau.

00:07:21: Es können unterschiedliche Arten von Leistungen sein, auch unterschiedliche Plattformen oder Entrypoints zu einer großen Plattform sein zum Beispiel im Bereich Abnehmen und unser Telemedizinplattform aktuell.

00:07:33: Patienten können dort sozusagen sich beraten lassen von unseren Ärzten, können dann Abnehmedikamente verschrieben bekommen und zukünftig noch weitere Serviceleistung erhalten über diese Plattform.

00:07:43: dass wir ein Beispiel hier bauen im Prinzip dieser Plattform von unterschiedlichen Angles also das heißt natürlich sehr physisch, sehr klassisch.

00:07:51: Das heißt da kommen wir aus der physischen Versorgung heraus.

00:07:55: Wir haben eine Telemedizin-Plattform komplett digital und wir wollen versuchen diese aufeinander zuzubauen also auch das Labor noch mit einzubinden d.h.

00:08:04: wirklich dieses Player dazu zu nutzen, diese Hybride, d. h. digital wie physisch nahtlos ineinander greifende Versorgung aufzubauen.

00:08:13: Das ist ja auch der ganz große Trend, also wir hatten ja mal so ein Peak wo wir gesagt haben es gibt auch viel was total digital funktionieren kann.

00:08:21: das funktioniert aber vielleicht in anderen Märkten geht nach heisebranche und beim Taxi bestellen, obwohl da muss ja auch noch jemand fahren.

00:08:28: Noch aber vielleicht bald auch nicht mehr bei Ober.

00:08:31: Aber dass wir wirklich immer diesen Kontakt mit dem Arzt und den Leistungserbringer, mit den Physiotherapeuten und Therapeutinnen haben das extrem wichtig ist.

00:08:41: Aber trotzdem klingt das ganz schön bunt.

00:08:44: also wenn ich mir jetzt die CKM das Portfolio angucke gibt es eine größere Strategie dahinter beziehungsweise hast?

00:08:52: Gibt es auch Pläne in welche Richtung noch weiter entwickelt oder auch vielleicht gemirkt wird.

00:08:58: Also es sieht bunt aus auf den ersten Blick, umso länger man drauf schaut und so klarer wird das Thema.

00:09:04: Ich schau mal

00:09:04: für uns drauf

00:09:04: hin.

00:09:05: Ja weil was wir sehen ist wir bauen aufeinander zu Das heißt, die Telemedizinplattform.

00:09:11: Die nächsten Schritte werden die Integration des Labors sein.

00:09:14: Das heißt das Labor kommt plötzlich mit dazu.

00:09:17: danach kommt auch die Klinik mit dazu.

00:09:18: also wir haben die klinik um auch MVC Strukturen möglicherweise aufzubauen.

00:09:22: Auch hier findet eine Integration statt.

00:09:24: Wir wollen in den GKV-Markt hinein.

00:09:26: das heißt da nutzen wir auch die klynikinfrastruktur für.

00:09:29: das heißt wir kommen schon step by step sozusagen immer näher aneinander heran und bauen aus diesen Unternehmen eine große Fibride.

00:09:40: Und wie genau wird diese Plattform aufgebaut?

00:09:44: Wie kann ich mir das vorstellen, weil es gibt ja sehr viele verschiedene Software-Lösungen.

00:09:48: Es gibt sehr viel verschiedene Kistsysteme PVS alles sehr unstrukturiert noch nicht standardisiert.

00:09:56: Habt ihr da eine konkrete Vorstellung?

00:09:58: und was sind auch deine Forderung?

00:10:00: Genau also wir denken erst mal sehr stark von Patienten aus.

00:10:02: Das heißt was sind die Probleme die Patienten heutzutage haben?

00:10:07: gibt es auch Probleme, die sich eher digital lösen lassen als andere?

00:10:12: und wir starten mit diesen.

00:10:13: Wir starten sehr klar mit den Sachen, die leicht digital funktionieren und arbeiten uns immer step by step sozusagen in diese Hybridität wenn man so will vor.

00:10:23: Und das bedeutet, wir haben jetzt angefangen mit dem Bereich medizinisches Cannabis, wir machen jetzt weiter im Bereich Abnehmen.

00:10:29: da gibt's noch weitere sozusagen... eher online lastigere Geschäftsmodelle, aber dann kommen wir sehr schnell auch in die Modelle hinein wo eine Arztpraxis angebunden werden muss.

00:10:37: Oder ein

00:10:37: Physiotherapeut

00:10:38: oder eine

00:10:39: Reha-Einrichtung?

00:10:41: Ganz genau und das sind sozusagen die Schritte, die wir dann gehen immer näher an das Fibride heran, aber sehr klar diese Idee zu haben was braucht der Patient?

00:10:52: Versorgung der Zukunft aus, dieses einatlose ineinandergreifen von online und offline.

00:10:56: Das ist die Idee, die wir da sehr stringent verfolgen.

00:10:59: Welche großen Probleme siehst du denn?

00:11:01: Warum wir diese Hybrideversorgung brauchen?

00:11:04: Weil Du gesagt hast, ihr schaut sehr genau auf den Patienten und die Patientinnen.

00:11:08: das ist ja auch wichtig und löblich weil darum geht es.

00:11:12: also wir sind ja alle Player in dem Markt sind ja auch mal Menschen und Patienten.

00:11:18: Was sind da so die wichtigsten Probleme, die er auch wirklich lösen möchte?

00:11:22: Also ich glaube das ist dreierlei.

00:11:24: Das eine ist das Thema Zugang.

00:11:26: also wir erleben in Deutschland dass der Zugang zu ärztlicher Versorgung nicht unbedingt leichter wird jedenfalls gerade auf dem Land nicht leichter werden.

00:11:33: wie war das noch mit den fünfzig Tagen hat doch gerade Bundesärztekammer oder die Fach Fachärzteschaft gedroht, wenn Nina Waken das macht mit den Zusatzzahlungen.

00:11:43: Dass sie die wieder streicht dann dauert es halt noch länger?

00:11:46: Genau.

00:11:46: also Zugang und Geschwindigkeit im Zugang Das ist das erste Thema was wir sehen.

00:11:51: Das zweite Thema ist Qualität.

00:11:53: Also dass es darum geht, dass diese Verknüpfung aus online offline die Qualität steigert Und ist ermöglicht für den Patienten wirklich eine tolle Versorgung zu bereitzustellen Die auch maßgeschneidert.

00:12:05: Also ich glaube, die Zukunft liegt darin dass Patienten immer bevor sie einen Arzt oder Ärztin sehen ein Fragebogen ausfüllen werden.

00:12:13: Ich glaube diese Idee was wir heute erleben, ich komme in eine Arztpraxis und der Arzt sagt zu mir ja was haben Sie denn?

00:12:19: Ich glaube das gehört absoluter Vergangenheit an.

00:12:21: Ja

00:12:22: krass also.

00:12:23: ich bringe inzwischen so'n kleinen ChatGPT-Anamnesebogen mit.

00:12:26: den frage ich mich!

00:12:27: Ich hab ne eigene Epa auf ChatGPPT aufm Corporate Account allerdings, wird nicht für Trimmingswecke genutzt.

00:12:34: Und der letzte Punkt, der dritte Punkt ist im Prinzip das Thema Kosten.

00:12:38: Also wir erleben das ja aktuell auch mit unserer Gesundheitsministerin.

00:12:42: die Diskussion dass die Kosten zu hoch sind und eine Hybrideversorgung ist einfach deutlich günstiger.

00:12:49: sie ist auch deutlich effizienter.

00:12:50: wenn ich als Arzt oder Ärztin weiß wie viel Zeit kann nicht einplanen für den Patienten welche Diagnostik muss sich vermutlich machen?

00:12:56: allein schon auf Basis des Fragebogens spart das im Ende des Tages Kosten, der Arzt oder die Ärztin kann mehr Kapazitäten füllen.

00:13:04: Also ich sehe hier großes Potenzial drei wesentliche Probleme des deutschen Gesundheitssystems zu lösen also die Qualität, die Kosten und

00:13:13: den Zugang.

00:13:14: Was siehst du da für ein Zeithorizont?

00:13:17: Ja, das wird je nach Gebiet ein bisschen dauern.

00:13:20: Also ich glaube in einigen Bereichen wird es schneller gehen.

00:13:23: In einem Bereich wird es länger dauern aber unser Ziel ist es in den nächsten drei bis fünf Jahren eine ganze Reihe an solchen digitalen oder hybriden Versorgungswannen zu bauen.

00:13:31: Wow!

00:13:32: Ja also gibt ja auch genug Hit-Mapings wo digitale Lösungen schon zum Beispiel auch sehr gut bekannt und genutzt werden im Time-Dame mit Analogen Das sind nun mal die Ballungszentren.

00:13:44: Und da, wo wir wirklich Zugang brauchen, das sind ja häufig die ländlichen Regionen.

00:13:49: Obwohl, da gibt es auch schon ein paar ganz interessante Ansätze, sehen wir hier auf der DMEA.

00:13:55: Wir haben von Plattformökonomie gesprochen und im Konsumerbereich Nun ist ja Gesundheit kein Tonschu oder keine Ibiza-Reise.

00:14:04: Was sind da die größten Herausforderungen bzw aus deiner Sicht als Plattformökonomie Experte?

00:14:12: Wo muss man da besonders hinschauen?

00:14:15: Also ich glaube die erste Komplexitätsstufe ist schon mal dadurch erreicht, dass es kein Two-sided Marketplace ist.

00:14:21: Also wo man einfach zwei Seiten hat wie bei Uber.

00:14:24: Es gibt ein Mensch der möchte fahren und einen Menschen der möchte gefahren werden sondern das Gesundheitssystem hat eine ganze Reihe an Playern.

00:14:31: Ärzte, Patienten, MVZs, Labore, Krankenversicherungen etc.. Das heißt, man hat einen sogenannten Multi-Sided Platform Und das macht die Sache schon mal kompliziert, weil ich muss hier Interaktionen deutlich mehr Interaktion zwischen diesen einzelnen Playern moderieren.

00:14:48: Das ist im Prinzip schon der erste Punkt.

00:14:50: Der zweite Punkt ist es gibt deutlich mehr Vorschriften also die Compliance-Datenthematiken.

00:14:57: da gibt's richtig große Themen, die man beachten muss.

00:15:01: sehr viel regulatorik ja dass macht die Themen das Thema kompliziert und redet sogar

00:15:07: schlecht.

00:15:07: Ja, das ist sowohl als auch.

00:15:09: Das schützt uns natürlich... Ich

00:15:10: glaube es ist der regulierteste Markt in dem ich bin ja schon sehr viel im Tech-Bereich, den ich jemals gesehen habe und ich hab vorher AdTech gemacht.

00:15:17: also, you know?

00:15:20: Also es schützts uns als Patienten sicherlich aber man sieht schon auch Tendenzen der Überregulierung dass es einfach kompliziert wird und dass es am Ende tatsächlich auch den Patienten gar nicht groß hilft.

00:15:32: Genau, also das sind aus meiner Sicht schon mal die beiden Faktoren, die da deutlich anders sind als ich jetzt mal in einer klassischen Plattform wo es um Lieferthemen zum Beispiel geht oder im same day delivery.

00:15:45: Es ist dann nicht ein Widerspruch, Plattformökonomie für dieses stark regulierte und so sektorale granulare Gesundheitssystem überhaupt zu versuchen?

00:15:54: Also ich sehe da gar keinen Widerspruch darin.

00:15:56: Ganz im Gegenteil, weil was eine Plattform ermöglicht ist ja dass ganz viele kleine und mittlere Player miteinander interagieren können.

00:16:03: Und ich glaube das unterscheidet übrigens auch den Ansatz der CKM-Gruppe sehr stark von unserer Konkurrenz Dass wir sagen Das System mit vielen kleinen Playern also mit kleinen Arztpraxen, kleinen Laboren oder auch mittleren Laboren kleineren Physiotherapie Praxen etc.

00:16:18: Ist gut.

00:16:19: Ja Wir finden das prinzipiell richtig Und wir ermöglichen einfach diesen Playern auf einer digitalen Infrastruktur mit Patienten und anderen zu interagieren.

00:16:29: Wir haben eben nicht diesen Ansatz, dass man sagt, man integriert alles vertikal in eine Wertschöpfungskette.

00:16:34: Das heißt, wir müssen alles kontrollieren.

00:16:36: Ja?

00:16:36: Wir kontrollieren das über eine eigene Apotheke im Ausland zum Beispiel, wir kontrollieren es über ein eigenes Enforzett, eine eigene Klinik da-da-da.

00:16:43: Das ist gar nicht unsere Idee sondern unsere Idee ist das bestehende System zu verbessern und nicht das System zu revolutionieren indem wir's abschaffen.

00:16:51: Das bedeutet, dass auch alle die das jetzt hier hören sich überlegen können ob sie in eurem hybriden Modell auch einen Platz hätten und könnten dann bei euch andocken.

00:17:03: Ganz genau!

00:17:03: Und das ist die Idee, dass wir sozusagen in der Zukunft eine Plattform werden an deren unterschiedliche Player und mit denen bereits auf der Plattform bestehenden Playern interagieren.

00:17:15: Ich will mal ein konkretes Beispiel geben, wie wir das aktuell aussehen könnte.

00:17:18: Wir haben unser Abnehmenprodukt jetzt gelounge von paar Monaten Und schauen uns jetzt da an, wie können wir die Patientenversorgung dann noch verbessern?

00:17:28: durch Verhaltenstherapie?

00:17:29: Durch Sportprogramme, durch Ernährungsprogramme etc.

00:17:32: und wir sprechen da sehr konkret mit einigen Anbieter in diesem Bereich, die wir andocken wollen an die Plattform und unseren Patienten den Zugang zu diesen Angeboten ermöglichen wollen.

00:17:41: Es sind das Digas oder...

00:17:43: Ja also das sind einmal Digas aber es sind auch andere Anbiter, die so Verhaltentstherapie gerade im KI-Bereich machen Und die können dann über uns ihre Services an unsere Patienten anbieten.

00:17:55: Also bietet ihr schon einen Marktplatz für Patientinnen, in dem Fall ja auch Privatzahler?

00:18:02: Das ist aktuell noch ein reines Privanzahler-Geschäft aber genau das wollen wir hin und da wollen wir auch sozusagen immer weitermachen.

00:18:08: Das heißt das nächste wird dann auch ein Labortest sein.

00:18:11: Ja, das heißt wir gehen dann auf Laborfirmen zu und bieten diesen eben an sich zu integrieren in unserem Plattformen und ihre Labortests entsprechend anzubieten.

00:18:18: Aber ihr gestaltet das Portfolio also ihr schaut aus Sicht des Patienten und der Patientin was für Dienstleistungen sind logisch komplementär oder in dem Leistungsfahrt auch vorgesehen zum Beispiel nach Leitlinien und die versucht er dann auch zu integrieren.

00:18:36: Exakt,

00:18:37: also das ist die Idee.

00:18:38: wir blicken von der Patientenseite drauf den Patienten Versorgungsfunnel sozusagen und denken okay was sind die Elemente die es hier braucht um diesen Funnel diese Patienten Experience zu verbessern?

00:18:49: Und ist das dann ein... Unternehmen, was dann auch euch gehört?

00:18:54: Oder ist es quasi ein freier Marktplatz wo sich zum Beispiel eine Adipositas-Klinik oder ein spezielles Labor auch tatsächlich andocken kann.

00:19:03: Und was ist das für ein Businessmodell?

00:19:07: machen natürlich auch mal was selbst.

00:19:09: Aber im Prinzip ist die Idee wirklich, dass externe Player indigiert werden und das Geschäftsmodell kann ganz unterschiedlich sein.

00:19:15: also es gibt saasähnliche Modelle, es gibt ja auch transaktionsbasiertere Modelle.

00:19:20: also das hängt dann sehr stark vom individuellen Fall ab.

00:19:24: Bleiben wir bei dem DIGA-Thema.

00:19:26: also wenn auf eine AD Positas-Diga zum Beispiel an eurer Plattform andockt, dann wäre es ja wahrscheinlich transactionsbezogenes Modell aber natürlich auch wieder ein toller Vertriebsweg.

00:19:36: Das wissen wir ja auch, dass gerade im Digamarkt genau das Problem ist.

00:19:41: Und da habt ihr dann auch eine harte Währung in dem ihr eben die Patienten habt.

00:19:46: Ist das im Moment noch ein Privatsaler?

00:19:50: Plattform oder gibt das auch tatsächlich in gesetzlichen Versorgungsströmen?

00:19:55: Genau und daran arbeiten wir gerade, diesen GKV-Markt im Prinzip zu erschließen.

00:20:00: Das ist nicht ganz einfach.

00:20:01: Speaking of Regulatorik, da gibt es auch einige regulatorische Hürden die das nicht unbedingt leicht machen.

00:20:06: aber wir wollen dahin also wir wollen diese Versorgungspfandels massentauglich machen und massentauchlich in Deutschland in der Gesundheitsbranche heißt GKv.

00:20:17: Der Podcast eHealth Pioneers ist eine Produktion der PR-Agentur The Medical Network.

00:20:22: Wenn euch der Podcast gefällt, freuen wir uns wenn ihr diesen abonniert zum Beispiel auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer oder Amazon Music.

00:20:29: und natürlich freuen wir es auch wenn ihr den Podcast weiter empfehlt!

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00:20:48: Wie versucht ihr da auch Einfluss zu nehmen?

00:20:50: Also ich habe gerade den tollen Podcast Kurt Berlin gehört.

00:20:53: Da war Ola Schmidt übrigens auch geladen, ich weiß nicht ob du den auch gehört hast und hat noch mal über die Gesundheitsreform geplante gesprochen.

00:21:00: Und da ging es tatsächlich auch um diese starke Lobbyarbeit also wie man im Prinzip auch Einfluß in positiven Sinne Interessen vertritt gegenüber der Regierung und der Politik.

00:21:13: Wie wichtig ist das aus deiner Sicht, dass da noch mehr erklärt und ja auch Einfluss genommen wird?

00:21:20: Macht ihr das auch seid ihr auch aktiver Teil dieser Beratungsgespräche.

00:21:26: Also wir engagieren uns sehr stark politisch.

00:21:28: Wir führen da sehr viele Gespräche, sind da auch involviert in diesen Diskussionen und auch in den öffentlichen Diskussionen darum.

00:21:36: Das ist ein Weg, den wir durchaus gehen.

00:21:38: Ich glaube aber es ist nicht der entscheidende Weg, der entscheide Weg ist zu zeigen dass das funktioniert also Programme Geschäftsmodelle zu entwickeln, Vertikalen wie wir sie nennen intern.

00:21:49: Zu entwickeln und zu zeigen dass diese Dinge funktionieren und dann auch den Druck von Seiten der Patienten sozusagen und von seiten der Ärzte auch zu bekommen und sagen hey das sind doch Modelle die gut funktionieren.

00:22:00: warum geht das nicht in der GKV?

00:22:02: Logik also.

00:22:03: das ist so ein bisschen der Weg den wir eigentlich gehen wollen.

00:22:05: erstmal zeigen dass es überhaupt geht und nicht so sehr nur irgendwie in diesem regulatorischen Graben kämpfen uns verlieren.

00:22:13: Du hast gerade so den Pull-Effekt der Patientinnen auch genannt.

00:22:17: Wie groß schätzt du denen ein?

00:22:19: Ich glaube, er ist signifikant in Deutschland und ich glaube das dass wir an einen Punkt kommen werden, dass die Politik schon sehen schauen muss.

00:22:28: was sind die Themen die funktionieren.

00:22:31: also die Probleme werden.

00:22:32: wir merken es gerade in diesem Land glaube ich größer ja und erfordern auch radikalere Lösungen und da wollen wir beispielhaft sein und zeigen wie es funktionieren kann.

00:22:44: Erzähle mal eine kleine Anekdote, die ich gerade erlebt habe zum Thema Telemedizin.

00:22:49: Ich hab ja einen Hund, das hier runter im Wald und man redet da dann sehr schnell in Team auf Du.

00:22:55: Ich weiß nicht ob du es kennst.

00:22:57: So wie so ne Barbekanntschaft.

00:22:58: Und da war eine Frau, die hat einen ganz schlimmen Ausschlag im Gesicht.

00:23:01: Und ich hab mich natürlich als ehemalige Krankenschwester gleich gemüßigt geführt, was beizutragen.

00:23:06: Sie meinte, sie hatte erst im Ende Mai ein Termin bei ihrem Dematologen oder einem Dematologen ihr gesagt, versuch doch mal Telemedizin.

00:23:16: Und sie so das hätte sie auch schon probiert.

00:23:18: Das hat aber nicht gewirkt und in dem Moment habe ich dann verstanden dass sie überhaupt noch in ihrem ganzen Leben noch nichts davon gehört hat, dass es eine Videosprechstunde gibt.

00:23:27: Und ihre nächste Frage war dann wer bezahlt das?

00:23:30: oder das muss sich ja selber bezahlen.

00:23:32: also da sehen wir mal wo wir stehen auch in Sachen Kommunikation was diese Aufklärung auch in der Bevölkerung angeht und gebt ihr total recht?

00:23:41: Also wir müssen da einfach von allen Seiten ziehen, dass also auch diese Nachfrage total spürbar wird und das man auch so eine Fobo bekommt.

00:23:49: Also als Patient und auch als Leistungserbringer.

00:23:51: aber da sind wir echt noch ganz schön am Anfang.

00:23:54: Aber dafür sind wir ja auch auf der Demäher.

00:23:56: Da können wir schon mal anfangen.

00:23:58: Ich hatte das so lustig.

00:23:58: Euer CEO Christoph Neumeier hat gesagt Wir leben in einem Land, indem er einen Hatschrittmacher auf digital konfigurieren kann.

00:24:06: Der auch programmiert ich glaube sogar auch Asynchrone.

00:24:10: zu Hause ist und dann kann der Arzt das machen.

00:24:12: oder ist es falsch?

00:24:15: Und das Rezept dafür wird aber per Fax geschickt.

00:24:18: Kannst du da nicht mal in die Tischplatte beißen und denken so,

00:24:22: ah!

00:24:23: Verdammt!

00:24:24: Und was

00:24:24: ist eure Idee?

00:24:25: Aus eigener Erfahrung auch.

00:24:26: Ich habe ja, wie du eingangs erwähnt hast, jahrelang in Dänemark gelebt.

00:24:30: Da funktioniert es alles total anders.

00:24:32: Das ist ein komplett digitalisiertes System wo es die digitale Krankenakte schon gibt.

00:24:37: also man geht zu einem anderen Arzt der weiß sofort was gelaufen ist bei den vorangegangenen Untersuchungen.

00:24:42: das ist kompletten atlos und es funktioniert wirklich extrem gut.

00:24:45: Und das über so eine Patient-ID also dann wie in Estland

00:24:50: Genau, es ist eine ID.

00:24:53: Das ist der Albtraum der Deutschen im Sinne des... So

00:24:55: ne BürgerID?

00:24:56: Ja, weil alles damit verbunden ist.

00:24:58: Also steuern was man beruflich macht und eben auch die Gesundheit.

00:25:04: Insofern deckt ihr so ne Burger, ja der Alptraum.

00:25:07: Ich hab jetzt auch ne Bürger-ID.

00:25:09: Hab

00:25:10: mich jetzt registriert.

00:25:11: Aber ich glaube in Deutschland ist nicht alles miteinander stark verbunden.

00:25:15: Und das hat natürlich irgendwie ... Die sind den Vorteil, dass das irgendwie sehr sicher ist, vermeintlich.

00:25:22: Aber eben auch einen klaren Nachteil.

00:25:24: und der Nachteils, den ich hier erlebe... Ich gehe zu einem Arzt, mache dort Diagnostik X und gehe zum nächsten Arzt und er weiß nichts davon.

00:25:31: Das heißt, ihr müsst alles mitbringen.

00:25:33: Du hast es auch gesagt, du bringst ja auch deinen Chatchivity-Protokoll dann mit!

00:25:37: Und das ist eigentlich nicht cool, ja?

00:25:39: Das sind

00:25:41: die Ärzte auch nicht cool.

00:25:42: Richtig!

00:25:42: Also das nervt die auch tierisch.

00:25:44: Ich hab' auch immer meine Smart Patient-Youtubeutel dabei, die hänge ich dann immer so über die Stuhlähne und wenn ich da noch mit meinem Chatchi-Pity-Ding kommen, bin ich auf jeden Fall nicht das Highlight der Spreechsch...

00:25:57: Zählt es so nicht zu den beliebtesten Patienten?

00:26:02: Wir kommen dann immer gut ins Gespräch und ich gebe dir eine Karte für den Ehelspionees-Podcast.

00:26:07: Dann gucken die mich auch mal mit ganz anderen Augen an, das finden sie interessant.

00:26:11: also ich mache eigentlich positive Erfahrungen.

00:26:14: Aber im Prinzip ist es was Christoph da sagt genau dass ein zentrales Problem.

00:26:19: wir hängen in alten Legacy Systemen fest.

00:26:21: Ich kenne das aus der Praxis meiner Mutter dieses Praxis-Informationssystem, das hat man einmal eingerichtet.

00:26:27: So ein totales

00:26:29: Lock in Phänomen also gut für die Hersteller.

00:26:33: Exakt

00:26:33: ja, Anfang der Neunziger irgendwie einmal aufgesetzt und dann wird es halt durchgezogen.

00:26:40: Und das zeigt so ein bisschen auch meiner Meinung nach diese Probleme, dass es fehlt einfach an der digitalen Konnektivität zwischen den einzelnen Playern und das ist genau das wo wir auch ansetzen wollen, Plattformen gibt.

00:26:54: Sind da schon die Standards ausreichend für definiert?

00:26:57: Also ich bin jetzt nicht so ein Fachmann wie du, kannst du dann noch mal was zu sagen?

00:27:02: Ja

00:27:03: also das ist eine falsche Diskussion aus meiner Sicht.

00:27:05: Ich glaube wir brauchen gar keine Diskussionen über Standards.

00:27:08: Braucht man das nicht damit dass alles ineinander gereicht?

00:27:10: Doch doch

00:27:11: das braucht man natürlich aber das kann man auch regeln technisch.

00:27:13: Das ist ein rein technisches Problem und wir haben kein technisches problem.

00:27:18: Wir haben ein regulatorisches Problem einerseits und auch ein Mentalitätsproblem.

00:27:23: Und wir reden aber lieber über Technik und irgendwelche Standards, das ist eigentlich gar nicht so genau für die

00:27:29: Menschen.

00:27:30: Obwohl also ich brechere immer eine Lanze für die Leistungserbringer in der Gesundheitsbranche du und ich.

00:27:35: Wir kennen ja auch sehr viele und das ist deren Passion, Menschen zu helfen.

00:27:40: Also es ist jetzt nicht dieses Ich will das nicht, weil ich will es einfach nicht.

00:27:46: Sondern weil sie das nicht verstehen.

00:27:49: Ja?

00:27:49: Also deswegen ein Appell an alle Aussteller hier auf der Demära.

00:27:54: Wir müssen einfach noch viel besser kommunizieren.

00:27:56: Weil wir müssen das Problem verkaufen und auch genau erklären was wie wir das lösen können.

00:28:03: Weil immer wenn man mit Leistungserbringern spricht die Die wollen einfach auch Menschen helfen, sie wollen ihre Leistung erbringen und die wissen nicht wie.

00:28:11: Sie können noch nicht mal den ersten Schritt gehen?

00:28:13: Genau!

00:28:14: Ich würde ganz gerne nochmal ein bisschen tiefer eintauchen in eins von eurem Unternehmen – und zwar GreenMedical.

00:28:20: das ist ja ein konkretes Beispiel für eure Plattform Telemedizinischer Zugang zu medizinischem Cannabis und es scheint ja auch total gut zu funktionieren.

00:28:31: also ich habe gelesen dass ihr inzwischen sechsstellige Patientenzahlen habt.

00:28:35: Erklär doch noch mal das Modell.

00:28:37: Und warum funktioniert das so gut?

00:28:39: Also bei GreenMedicam ist eine digitale Plattform, die Ärzte, Patienten und Apotheken miteinander verbindet.

00:28:46: Das heißt... Patienten können auf dieser Plattform sich beraten lassen zum Thema medizinisches Cannabis.

00:28:53: Sie können so eine Indikation haben, sich ein Rezept erstellen lassen digital und das auch digital bei einer Apotheke einreichen.

00:29:00: Da habe ich noch ne Zwischenfrage.

00:29:03: Zum Beispiel bin ich jetzt chronischer Schmerzpatient oder ich hab palliative Krebstherapie und hab eine Indication?

00:29:11: dann müsste das ja von meinem Behandelndenarzt kommen, richtig?

00:29:15: Oder wer stellt diese Indikation aus?

00:29:17: Sind das eure telemedizinischen...

00:29:18: Das sind unsere Kooperationsärzte, die das machen.

00:29:21: Die sind komplett frei auch in ihrer Entscheidung und so lehnen ganz viele Leute ab.

00:29:24: Es gibt natürlich einen sehr großen rekreationalen Markt da draußen, wo Leute einfach sagen wollen, wir wollen einfach konsumieren.

00:29:31: Da kann man noch inzwischen selber machen im Garten.

00:29:33: Genau, könnte man machen, macht man vielleicht auch anders.

00:29:35: Aber jedenfalls da gibt es eine nicht-unsignifikante Ablehnungsquote, was passiert ist.

00:29:41: Also Patienten können mit den Ärzten entsprechend interagieren, müssen Fragen beantworten über ihren Krankenstand

00:29:49: etc.,

00:29:50: und dann reichen sie das Rezept bei der Apotheke eben ein.

00:29:54: Sie können das digital machen, sie können es auch physisch

00:29:55: haben... Dass man dann so wie bei Telemedizin einen E-Rezept auf die Karte kriegt und im Prinzip sogar schon fast eine Apothek in der Nähe aussuchen kann?

00:30:03: Und die kriegen denn dem Ping?

00:30:04: Im Prinzip ja!

00:30:06: Genau,

00:30:06: es ist genau so nur ohne die Karten, denn das ist ein reines Privatzahlergeschäft.

00:30:11: Denn aktuell ist es so, medizinisches Cannabis geht zwar auch im GKV-Markt.

00:30:15: Ist aber deutlich komplizierter und genau bis einfach noch nicht da.

00:30:21: Und jetzt ist der Mensch dann auf eurer Telemedizin Plattform hat eine Indikation, hat ein Rezept?

00:30:29: Und dann läuft das im Prinzip seamless zur Apotheke und dort kann er das dann abholen.

00:30:34: Und ist dieses System auch übertragbar auf alle Medikamente?

00:30:39: oder habt ihr das auch vor?

00:30:41: Genau, also da wollen wir hin.

00:30:42: Also erst mal es ist seamless.

00:30:43: Das heißt der Patient bezahlt auf der Plattform so ein Split-Payment sowohl das Rezept als auch entsprechend in der Apotheke und

00:30:50: bekommt es dann.

00:30:51: Ah, das Payment läuft er auch!

00:30:51: Genau,

00:30:52: dass gibt es diese Funktionen und kann sich das Medikament dann direkt nach Hause schicken lassen oder abholen je nach Wunsch.

00:30:59: Und das planen wir auch für andere Medikamente.

00:31:01: Also, wir haben das jetzt im Abnehmenmarkt schon erfolgreich gelauncht und da ist es genau das gleiche Prinzip.

00:31:07: Das heißt ich füll entsprechenden Fragebogen aus, lass mich nochmal beraten!

00:31:10: Es gibt doch Rückfragen manchmal auch noch ein Video-Konsultation mit dem entsprechenden Arzt.

00:31:16: Und dann reiche ich das Rezept bei der Apotheke ein und lasse mir das nach Hause schicken oder hol's dann physisch ab.

00:31:21: Und dieses Modell von Ich habe eine Interaktion mit dem ARS und bekomme auch dann gleich entsprechend so, wie ich denn eins brauche – das Medikament möglicherweise nach Hause geliefert.

00:31:30: Das ist schon das eines der Modelle, wo wir irgendwie hinwollen

00:31:34: und wie verdient ihr daran?

00:31:37: Also wir nehmen im Prinzip so ein SaaS-Modell, Datengeschäftsmodell.

00:31:41: Das heißt, wir stellen diese Infrastruktur ja zur Verfügung für Apotheken, für Software as a Service Model und verdienen einen Prinzip darüber unser Geld.

00:31:52: Wir eben diese Interaktionen monetisieren bzw.

00:31:54: den Zugang zu dieser Infrastruktur.

00:31:56: Und die Ärzte sind eure Vertragsärzte oder?

00:32:00: Das sind Kooperationsärzte, sie sind komplett frei.

00:32:02: Also man kann auch bei uns sich als Ärzt oder Ärztin bewerben.

00:32:05: Es gibt immer einen Open Call sozusagen und so wer Lust hat, kann da auch mitmachen.

00:32:09: Wie ist die Nachfrage

00:32:10: hoch?

00:32:11: Interessanterweise sehr hoch.

00:32:12: Warum?

00:32:13: Ich glaube es ein sehr attraktives Modell für Ärzten.

00:32:15: Die sind ja gewohnt dass sie irgendwo hingehen müssen, da sein müssen das alles relativ zäh ist.

00:32:21: Bei uns ist natürlich alles sehr standardisiert auf eine Art sehr leidlinenkonform, aber

00:32:26: trotzdem.

00:32:27: Das ist das Homeoffice für Ärzte?

00:32:28: Genau!

00:32:29: Und das ist natürlich super attraktiv an viele.

00:32:32: Das heißt, es gibt Ruhe nach Hause.

00:32:33: Also ich gut vielleicht habe ich da auch so ein bisschen blonden blauäugigen Blick auf die Hausärzte schafft insbesondere weil das ist ja dann doch diese Medizin der warmen Hände was man so schön sagt und dieses den Patienten in seiner Journey kann man ja da auch übertragen wirklich sehr lange zu begleiten.

00:32:51: Das würde ja gar nicht funktionieren im Homeoffice.

00:32:55: Also nur teilweise, also dann würde man natürlich über Videosprechstunde vielleicht so seine Standardtermine abarbeiten?

00:33:04: Ja interessant sehe ich ganz anders!

00:33:06: Ich glaube man ist als Arzt oder hat als Ärztin die Chance viel mehr dran zu sein weil ich kann ja über Chat-Funktionen und auch über Videos den Patienten viel öfter und auch mal kurz nochmal mit ihnen interagieren.

00:33:17: Und auch

00:33:18: noch einmal ein Ketchup machen.

00:33:19: Ganz genau und der Patient kann eine Frage stellen.

00:33:22: Das ist eigentlich interessant, dass man als Patientin nach drei Wochen eine kurze Frage einfach stellen kann im Chat.

00:33:30: Also dann vielleicht um mal vier, zwei Stunden und dann eine Beantwortung der Arzt.

00:33:32: Wenn ich

00:33:32: wieder nochmal reinwalk in machen muss, dann sitzt man da drei Stunden und hat eigentlich nur eine Frage und hat die voller Aufregung vergessen wenn man gleich

00:33:39: dran ist?

00:33:39: Genau!

00:33:40: Und das ermöglicht eine viel engere und viel maßgeschneidertere Betreuung eigentlich als das klassische Modell.

00:33:46: Wo wir weder bei der Hybrid-Lösung sind.

00:33:48: also ich glaube dass es dieses einmal im halben Jahr den Patienten auch kennenlernen.

00:33:53: Mein neuer Hausarzt, ich nehme mir auch in diesem Haushaltsprogramm teil Als sie mich da angemeldet habe, ich wollte eigentlich immer noch meine Rezepte haben ehrlich gesagt und der darauf bestand dass wir uns kennenlernen.

00:34:04: Ich hab ihm dann aber auch natürlich gleich meinen Podcast aufgeschwatzt und dann hat er gemerkt... eigentlich vital und gesund bin.

00:34:13: Aber das fand ich ganz schön, aber du hast vollkommen recht noch mal ein ganz neuer Blickwinkel auf das Thema Kommunikation mit dem Patienten und vielleicht auch dieses Wegnehmen von oh Gott jetzt ich müsste eigentlich nochmal nachfragen hat der Patient jetzt noch weiter Symptome, hat er vielleicht doch eine Blinde am Entzündung.

00:34:30: Muss ich da jetzt eigentlich nochmal anrufen?

00:34:33: Und so kann man das auch vielleicht auf anderen Wegen nochmal klären.

00:34:36: und ist auch so ein Relief von

00:34:38: vielleicht

00:34:39: vier Tage in der Praxiseintag im Home Office.

00:34:42: einfach die Bedürfnisse der Patienten nochmal abarbeiten oder auch Asynchronen mit dem neuen Beruf der PAs.

00:34:49: Das finde ich auch super spannend.

00:34:51: Einfach Hausarztliche Besuche organisieren.

00:34:54: Ja,

00:34:55: was du sagst ist auch eine der Motivationen oder einer unserer Ziele dass wir es schaffen das die Ärzte befreit werden von diesen ganzen einfachen repetitiven Tätigkeiten und wirklich auch Zeit haben den Patienten eben kennenzulernen sich Zeit zu nehmen wenn Patienten Ängste haben wenn's schwierig ist wenn man Dinge erklären muss weil heute funktioniert das alles irgendwie gleich.

00:35:14: also der Arzt hat irgendwie drei Minuten Kontakt mit dem Patienten ob es jetzt darum geht einen Standard zu machen oder ne schwierige wirklich auch eine schwierige Erkrankung zu kommunizieren.

00:35:24: Da ist nicht genug Zeit dafür, diese Zweiteil.

00:35:26: Aber ich schaffe das da genug Zeit zu bekommen, indem ich ihn befreie von dem ersten Teil.

00:35:33: Das ist auch so ein bisschen die Claims, die ich ja auf der DEMEA übrigens im Kontext mit KI viel gesehen habe.

00:35:40: Ich frage mich nur immer ob das übergriffig ist.

00:35:44: also wenn man mit den mit der Zielgruppe über eine wie befreien dich jetzt kommuniziert?

00:35:49: Ich weiß nicht, wie du das siehst.

00:35:50: Also ich als Kommunikationsberaterin frag mich halt auch immer was ist?

00:35:54: Wie adressiert man im Prinzip den Leistungserbringer oder den Nutzer von dem, was wir alle so toll hier sehen?

00:36:02: und da bin ich mir nicht ganz sicher ob man denen helfen muss.

00:36:06: Weißt Du, ob das so dieses wie befreiendig und Wir machen dein Leben wieder schöner sondern eher dieses guck mal wie geil das wird?

00:36:15: also Guckt doch mal hier, also ich nenne das dann immer so diesen Uber oder Airbnb Moment.

00:36:21: Oder vielleicht auch ein ChatGPT Moment?

00:36:22: Ich weiß nicht, ich kenn's zu bestimmt.

00:36:24: Auch du bist ja auch so'n Internet-Junkie wahrscheinlich, also Businessmodell im Internet und da macht man irgendwas und weißt, dass hat jetzt die Welt verändert.

00:36:30: Und ich mach nur noch das.

00:36:32: Also ich Google jetzt auch nicht mehr, sondern ich mache mit ChatGAPT meine Sachen.

00:36:36: Das war damals auch in vielen anderen Sachen so.

00:36:40: Airbnb war ja auch mein Blowing und damals Google auch.

00:36:45: dass diese Lust und diese Akzeptanz dann, das Vertrauen in die Dinge funktioniert halt auch genauso wie ihr.

00:36:52: Das macht Modelle aufbauen und so zeigen, schau!

00:36:55: So kann es funktionieren – und zwar vielleicht auch erst mal im kleinen Anfang?

00:36:59: Genau.

00:37:00: das genau unser Ansatz, also auch Chancen zu zeigen und Opportunitäten aufzumachen.

00:37:04: Und gar nicht auf dem System-Levelsargumentin sagen, ihr müsst jetzt alle das und das machen, sondern wirklich zu sagen, Ihr könnt es so machen!

00:37:12: Es bietet euch gewisse Vorteile die wir glauben zu sehen.

00:37:16: Das ist ja vielleicht ein... Innovationschallenge sind ja auch gebildete, interessierte Unternehmer häufig.

00:37:24: Die ja auch als Praxenbetreiber sind ja Unternehmer und ich glaube das ist sehr viel über dieses First Mover Advantage und hey wird so nicht die digitalste Praxis im Umland von Bremen werden.

00:37:36: oder wie auch immer zu spür ich auch wenn ich mit den Leuten zu reden dass sie eigentlich voll Bock darauf haben.

00:37:41: also vielleicht auch nochmal hier ein bisschen wenn ihr so rum geht schaut mal Wie wird eigentlich was verkauft?

00:37:48: Ich würde jetzt mal sagen, versuch nicht den Leuten immer zu sagen wir bringen dein Leben wieder in Ordnung.

00:37:53: Weil ihr seid ja nicht eine Psychotherapie.

00:37:55: Wir bringen uns gute Stichwort.

00:37:58: noch ein Tipp vielleicht für euch für die CKM Group oder macht ihr vielleicht auch schon?

00:38:02: Wie ist es denn so mit dem ganzen psychotherapeutischen Markt war das ist ja jetzt auch die bewahrten hat's ja auch so bisschen ins Visier genommen.

00:38:08: Es ist ja sowieso auch ein großer Selbstzahlermarkt.

00:38:10: also viele Leute Einfach ein bisschen geiler durchs Leben gehen wollen, machen ja auch Coaching oder Therapie.

00:38:17: Jetzt mal abgesehen von der medizinischen Indikation ADHS ist gerade auch ein Wahnsinns-Thema.

00:38:22: Da gibt es ja auch so ein paar interessante Startups die jetzt diesen Diagnostikprozess einfach mit Telemedizin abdecken wollen.

00:38:30: Das seid ihr auch in dem Game?

00:38:31: Also wir sind noch nicht in dem Game, aber es ist tatsächlich einer der Cases den wir uns gerade sehr genau anschauen.

00:38:36: Schade

00:38:36: ich dachte ich hätte jetzt so ein Business-Deftig

00:38:38: für dich.

00:38:39: Ja das beleidet gerade gestern mit meinem Team noch ein längeres Meeting gehabt wo wir genau diese Themen so ein bisschen besprochen haben.

00:38:45: also das Thema Psychotherapie ist natürlich super spannend weil es eine der Kriterien erfüllt die für uns wichtig sind, dass man viele davon irgendwie auch digital machen kann etc.

00:38:54: und ja also das ist ein interessantes Problem.

00:38:56: Habe ich

00:38:56: einen Tipp für Dich in Hamburg?

00:38:57: Interessante Starter Paymind heißen die.

00:39:01: Die machen wirklich leidliniengerechte ADHS Diagnostik über verschiedene telemedizinische Sessions und mit diesen entsprechenden Fragebögen.

00:39:09: Und so total spannend guckt euch die mal an, nicht irgendwie cool ist auch in meinem Mentorscans ein bisschen drin.

00:39:15: Ich mache ja auch relativ viel Mentorship im E-Helsbereich.

00:39:19: Ein weiteres Lieblingsthema von mir ist der Prävention.

00:39:21: Haben wir schon beim Warmup ein bisschen drüber gesprochen wie wir da so zu stehen?

00:39:26: Ihr habt ja auch Kassen, ein Darmkrebs-Vorsorgeprogramm aufgestellt.

00:39:33: Kannst du kurz dazu was sagen?

00:39:34: Genau also HTS Labs unser immer leges Corona-Labor macht heute schwerpunktmäßig sogenannte Home Testing White Label Solutions.

00:39:42: das heißt wir... Ist das

00:39:43: diese Blutstuhlgeschichten?

00:39:45: Unter anderem ist es völlig unabhängig was sozusagen die Trägersubstanz ist Urinblutstuel etc.

00:39:49: sondern es geht erst mal darum dass wir es ermöglichen das Patienten zu Hause Home Tests bekommen und auch durchführen können und eine entsprechende Betreuung haben.

00:39:58: So, und dieses Modell verkaufen wir über Seditivverträge im Prinzip an Krankenkassen.

00:40:03: Das heißt, wir bieten Krankenkasten es an, dass sie ihre Patienten informieren können.

00:40:07: Die AUKs zum Beispiel könnten sagen hier wollt ihr Darmklebsprävention machen?

00:40:11: Hier findet ihr eine Landingpage.

00:40:14: Ihr könnt euch da einfach registrieren mit eurem Namen und bekommt dann diesen Home-Test nach Hause geschickt, müsst den einmal entsprechend durchführen, schickt den Home-test zurück und bekommt danach ein paar Wochen auch das Ergebnis.

00:40:24: Und all das was darum... passiert, also versandtes Kids hin und her.

00:40:29: Übermittlung der Ergebnisse und so kommt von uns.

00:40:31: Ah okay aber jetzt nochmal für mich zum Verständnis.

00:40:34: normalerweise würde das mein Hausarzt oder mein Internist mehr dann mitgeben?

00:40:41: Passt in Deutschland zu selten?

00:40:43: Das ist das Grundproblem.

00:40:44: Ja, wenn

00:40:44: man zu diesen Checkups geht glaube ich, ne?

00:40:45: Ab dem gewissen Alter hat man ja irgendwie alle paar Jahre so eine Möglichkeit sich immer auf links drehen zu lassen und da kriegt man dann meistens auch einen Darmkrebs-Bluetest mit den man wieder in die Praxis tragen muss.

00:40:57: Genau!

00:40:58: Dass

00:40:58: es hier auch schon wieder total nervig ist, aber ein bisschen peinlich, ein bisschen weird... Gibt es das auch noch für... also erstens, wie finden die Krankenkassen und von was?

00:41:07: Also das ist dann ja im Prinzip eine direkte Bezahlung an euch.

00:41:10: Und nicht mehr in der Abrechnung über den Leistungserbringer.

00:41:12: Richtig!

00:41:13: Also kostet die genauso viel?

00:41:15: Ja, es hat sich teilweise sogar günstiger für die Krankenkasen, weil sie einen direkt Deal machen quasi, also beim Selektivvertrag.

00:41:22: Das heißt, das ist ein anderes Modell.

00:41:24: Wir

00:41:24: machten das schon mit euch.

00:41:26: Zum Beispiel Aukarbatten-Württemberg ist eine der Krankenkassen, mit denen wir das...

00:41:29: Ihr macht dann auch so Selektivverträge?

00:41:30: Ganz

00:41:30: genau.

00:41:30: Wir machen diese Seleektivverträge mit denen neben den Ausschreibungteilen deutschlandweit und zukünftig wahrscheinlich auch europaweit an solchen Arten von Ausschreiben.

00:41:39: Und genau wollen im Prinzip dieses Präventionsangebot weiter stärken.

00:41:42: also da geht es schwerpunktmäßig aktuell um Darmkrebspräventionen.

00:41:45: aber im Prinzip können wir das für alle Arten vom Home Test zu machen.

00:41:49: Also wir schauen uns da einige andere Themen auch an und wir wollen dass dann auch perspektivisch in diesen bei Green Medical beispielsweise integrieren, also diese Home-Testing Solutions.

00:41:58: Ist das

00:41:59: denn eher Lifestyle oder wollt ihr wirklich auf diesen Präventionsbudgets arbeiten?

00:42:04: Also die Grenze ist natürlich irgendwie fließend aus meiner Sicht.

00:42:06: Wo kann

00:42:07: man dann mehr Geld verdienen?

00:42:08: Also langfristig ist das im echten Präventionsmarkt natürlich viel interessanter.

00:42:13: Gut,

00:42:13: da bin ich ja beruhigt.

00:42:14: Kurzfristig der Markteintritt ist immer irgendwie in einem Premiumsegment.

00:42:18: also das ist auch klar.

00:42:19: Das heißt man tritt allein, beispielsweise da oder einfach grundsätzlich im Privatsaal am Markt, ist der Marketeintritt meistens einfacher und danach entwickeln wir uns in die mehrere gestärkte regulierten Märkte hin.

00:42:32: Es gibt ja jetzt auch wirklich einen Trend.

00:42:34: so ganz viele Home-Testing.

00:42:36: Welche Sachen hast du schon ausprobiert?

00:42:38: Also, ich habe einiges, so Gen-Test-Thematiken mal probiert.

00:42:42: Auch so'n bisschen Bluttests muss sagen hat mich jetzt auch einiges...

00:42:45: Also hier in Fingerpiks,

00:42:46: oder?

00:42:46: Genau!

00:42:46: In Fingerpies gibt es doch diesen Tasso-Divise, also den man sich auf die Schulter quasi oder an den Oberarm hält wo dann mit kleinen Mikronadeln und Unterdruck relativ viel Blut auch umrühren wird.

00:42:58: Das kenne ich noch gar nicht.

00:42:59: Wenn das die Tassos jetzt hören können wir doch bitte mal so'nen Ding irgendwie an EHS Pioneers schicken, dann probiere ich das mal aus und sag mal wie es ist.

00:43:10: Genau also das ist ein Device eben um dieses Blut abzunehmen.

00:43:13: Krass!

00:43:14: Und das habe ich alles probiert.

00:43:15: Ich fand es sehr interessant weil ich auch festgestellt hab was unser USP in der ganzen Nummer ist und es ist vor allem die Journey drumherum.

00:43:25: Das sieht teilweise nicht gut aus, das funktioniert nicht gut.

00:43:29: So was kann ja auch Spaß machen.

00:43:31: Im Lifestyle-Markt ist eine Marke da.

00:43:34: Die Software sieht cool aus.

00:43:36: Die App ist State of the Arts so wie wir das gewohnt sind.

00:43:39: Man kann den Menschen ja auch nicht mehr antun, dass man da Komo Dorevier und Sechzig Programmierung abliefert.

00:43:44: also jetzt mal übertrieben.

00:43:46: Und das hat mich schon immer gestört bei den PVS Systemen Das ist doch der Anbieter, dass man das ist wirklich maximal freudlos.

00:43:59: Was hier schon wichtig ist oder uns vielleicht auch unterscheidet von anderen ist wir bieten diese Infrastruktur an.

00:44:04: also ich baue nicht die App am Ende des Tages und sage auch gar nicht welcher Test genau zu machen ist oder für wen sondern ich biete Krankenkassen oder auch anderen Player im Gesundheitsmarkt diese Infrastrukturen.

00:44:15: dann sagt hey wenn du einen Test machen möchtest mit deinen Patienten Dann kannst du das machen mit uns, wir überregeln das für dich.

00:44:23: Wir übernehmen dieses Ding und es wird auch gut aussehen.

00:44:25: Es wird eine White Label solution sein, damit am Ende dein Name draufstehen.

00:44:28: Aber du kannst das mit uns machen!

00:44:30: Das heißt ich könnte jetzt auch wenn ich im IHELS Startup bin und im Lifestyle-Markt vielleicht auch eine gute Idee habe... Ich hätte ja auch immer mal Lust einen neuen Biomarker zu erfinden.

00:44:40: Also immer was ordentliches, also dass was auf neuesten Forschung basiert und nicht irgendwie dieses große Blutbild, was wir so kennen.

00:44:47: Dann könnt ich zu euch kommen und ihr würdet für mich die ganze alles behinds scene machen.

00:44:53: Genauso ist es

00:44:54: auch Patientenansprache oder Marketing.

00:44:56: macht ihr das auch?

00:44:57: Das machen wir nicht in dem Markt, also wir machen das schon in anderen Märkten wo wir so ein bisschen den Leuten das auch helfen.

00:45:04: sozusagen Patient akquirieren ist was was wir zukünftig sicherlich tun können stand heute bieten wenn im Labormarkt erstmal nur die Journey.

00:45:13: Es gibt ein Start-ups, das habe ich in Israel gesehen.

00:45:18: Die können schon Blut abnehmen.

00:45:19: Das ist so eine Art Device.

00:45:21: Da legt man seinen Arm wirklich in so ne Manschette und soll auch besser sein als viele ... Also jetzt, ne?

00:45:29: No offense bitte.

00:45:31: Nicht so geübte MFAs oder auch Ärzten und Ärztinnen die das vielleicht nicht so oft machen oder noch so am Anfang ihrer Karriere stehen da sind ja die Fehlversuche doch manigfeitig insbesondere wenn man auch schlechte Wänen hat.

00:45:46: Bei mir ist das zum Beispiel Baby einfach.

00:45:47: also das habe ich sogar mal selber gemacht.

00:45:49: bei mir aber Das wäre ja auch noch mal ein Ansatz, wo man dann auch noch diese Telemedizin-Situation vielleicht in eine Healthbox.

00:45:58: Ich weiß nicht ob du Medivice kennst oder ich ein total großer Fan von.

00:46:02: Es hört sich irgendwie nach einem vollkühlen Modell an.

00:46:04: die sind ja auch in den weltlichen Regionen wollen sie sicher jetzt auch ausbreiten und wenn man da natürlich noch ein richtiges Blut hätte, würde das natürlich auch noch weitergehen mit dem... mit der vorbereitenden Arbeit für denjenigen, der die Anamnese abschließend bewertet und Diagnose- und Therapie dann auch umsetzt.

00:46:24: Sehr sehr spannend!

00:46:25: Also haben wir ja noch irgendwie nice News von euch zu kommen würde ich mal sagen.

00:46:30: ein Tipp habe ich euch ja auch gegeben also einen Halben.

00:46:32: das ist mir einer Meinung.

00:46:34: Wir haben jetzt noch so ungefähr zehn zwölf Minuten.

00:46:39: Ich glaube, wir sind beide voll aufmerksam gerade was die anstehende Gesundheitsreform angeht.

00:46:45: Und ich habe das heute Morgen meinem U-Berfahrer, er hat da gefragt wo ich denn hinfahre und ich sagte dem mehr ist ja wirklich die super spannendes Thema digitale Gesundheit und er meinte dann so naja da passiert ja wenigstens.

00:46:59: im Moment war es.

00:47:00: also wie siehst du das?

00:47:01: Also meine Frage ich hab mich da jetzt wirklich reingewühlt.

00:47:04: Ich hätte mir auch fast das ganze Paper durchgelesen, aber dann habe ich doch mit KI das irgendwie so ein bisschen zusammengefasst und mir sehr viele Debatten auch angeguckt.

00:47:12: Aus meiner Sicht ist es ein Sparplan und keine Reform.

00:47:16: Wie siehst du das?

00:47:17: Ja also sehe ich tatsächlich ähnlich.

00:47:19: Kommt ja auch von der Finanzkommission.

00:47:21: Wir soll das verschwerden!

00:47:23: Und das ist halt die Antwort auf... Die Antwort auf diese Frage.

00:47:27: Ist es zu teuer im System, wird ja von einer CDU nahen Regierung offensichtlich so beantwortet und sagt man muss Leistung einschränken dass jetzt auch der Weg, der im Prinzip gegangen wird also die Idee wir sparen ein, die Attentive dazu ist man erhöht halt die Beiträge.

00:47:41: Ja das

00:47:41: ist so unternehmerischer Ansatz.

00:47:43: Also als Geschäftsleute würden das ja zum Teil auch machen und sagen okay wir können wir effizienter werden und dann fehlt aber die unternehmerische Weitsicht.

00:47:52: Ja sie würde doch nicht sagen, dass der Ansatz ist man wird effizierter.

00:47:55: Also ich glaube, dass es wirklich die Idee des Sparins ist.

00:47:58: Man kattet Leistungen.

00:48:00: Die Alternative wäre natürlich zu sagen man erhöht die Beiträge.

00:48:02: aber es gibt noch eine andere Alternative und das ist eben der Effizienzgedanke.

00:48:06: Und das ist eigentlich auch sozusagen unser politisches Narrativ bei der CKM-Gruppe zu sagen wir müssen mal raus aus dieser Dichotomie Also aus dieser Eindimensionalität auf dieser Achse von, wenn man spart Kosten und man erhöht Beiträge hin in eine Diskussion.

00:48:20: Ja, eigentlich

00:48:21: nur um Geld, denn keine Steuerung, keine neuen Ansätze.

00:48:24: Und wir brauchen neue Ansätze die die Effizienz des Systems steigern und somit sowohl Kosten reduzieren als auch Qualität erhöhen.

00:48:33: das ist die Idee.

00:48:33: und dass es die Idee der hybrigen Gesundheitsversorgung.

00:48:36: Kannst du noch ein bisschen konkreter werden, also welche von den Vorschlägen von Nina Waken, die ja jetzt auch wirklich konkret auf dem Tisch liegen.

00:48:45: Wo es auch schon heftige Debatten gibt was sehr gut ist als der Teil einer Demokratie?

00:48:50: Was sind für dich gute Ansätze?

00:48:53: Also ich glaube was schon richtig ist und wo es aus meiner Sicht die richtige Richtung geht, ist die elektronische Patientenaktiv weiter zu stärken um das Thema in den Mittelpunkt zu richten.

00:49:02: Das ist glaube ich richtig.

00:49:03: Ich glaube auch dieses Thema Kaidokumentation ist sehr wichtig.

00:49:06: Es geht alles in die richtige Richtung.

00:49:07: Das

00:49:07: hier ja auch so richtig ein Start für einige Leute auf der Demära?

00:49:12: Genau, ich bin nur... wie soll ich sagen?

00:49:14: Also es liegt in der Politik meistens nicht aus meiner Sicht in der deutschen Gesundheitspolitik.

00:49:18: Nicht unbedingt am strategischen, also auch aber nicht nur am strategischem was das Hauptproblem ist weil wir reden seit fünfundzwanzig Jahren über die elektronische Patientenakte.

00:49:26: Also Anfang der zweitausender geht's und jetzt ist sie

00:49:29: da!

00:49:29: Ja,

00:49:30: ja.

00:49:30: Es ist nicht unbedingt ein Strategie-Problem aus meiner Sicht, was wir da haben sondern Umsetzungsproblemen und wir müssen mehr über Umsetzung sprechen private Unternehmen ganz offensichtlich befähigen, diese Themen stärker umzusetzen.

00:49:44: Und da sehe ich uns eben klar in der Vorreiterrolle solche Themen voranzutreiben und gerade nicht immer nur zu sagen, die Politik muss hier und muss da und wir sind enttäuscht von der Politik

00:49:54: usw.,

00:49:54: sondern ich glaube, man muss anpacken.

00:49:57: Das ist ja genau das Problem, dass ja nur eine ganz kleine Handvoll von Unternehmen auch in staatliche Entwicklung und so einbezogen wird.

00:50:05: Ich weiß nicht ob du das mitbekommst?

00:50:07: Es soll ja Bürger App geben, also für Behördengänge.

00:50:10: Irgendwie so, wo ich denke, es gibt das noch nicht und wer soll's machen?

00:50:17: T-Systems und SAP.

00:50:21: Jetzt können wir mal ein bisschen Relief machen.

00:50:23: Also SAP ist ja bekanntermaßen ein bisschen der Hinterherrenner in KI Game.

00:50:30: Warum sollen die jetzt ausgerechnet so eine coole Sache machen können mit einem Chatboard, der ein wirklich durch dieses Behördending vor allen Dingen schnell und effizient?

00:50:37: Wir sind ja State of the Art Technologie.

00:50:39: Wenn wir damit heute anfangen ist das ja in einem Jahr schon wieder.

00:50:42: Verstehe ich nicht.

00:50:43: also was ist dein Ansatz zu sagen?

00:50:45: wie könnte man auch privatwirtschaftliche Unternehmen, die eben wirklich auch so Game Changer in gewissen Sektoren sind noch stärker einbinden in diese Entwicklung?

00:50:56: Da habt ihr da, ist das vielleicht irgendwie ganz einfach?

00:50:59: Kann man sich da in so ein Set von Anbietern mit einbringen.

00:51:03: Das hat ja auch was mit Größe und Compliance und wie viel Umsatz.

00:51:06: Und bin ich denn der Starter an der einzige Kunde?

00:51:09: Dann ist man schon wieder raus.

00:51:12: Also die Antwort darauf ist eine Plattform.

00:51:16: Wie ich das sehe ist, man muss einfach ganz vielen Playern im Markt ermöglichen daran teilzunehmen und eben nicht zu sagen, es darf nur SAP und T-Systems am Ende das machen.

00:51:25: Sondern man muss ein Ökosystem aufbauen in dem kleinere mittlere Unternehmen auch daran partizipieren können.

00:51:33: Und diesen Ökosesystemgedanken werden muss man stärken.

00:51:37: aus meiner Sicht in der Politik und weg von.

00:51:39: wir brauchen Lösungen.

00:51:40: Wir brauchen keine Lösung.

00:51:42: Die sind ja schon da.

00:51:43: Das sind hier die ganzen Rundarten von Ausstellern.

00:51:46: was wir brauchen ist ein Öko System dass diese Lösungen ermöglicht

00:51:50: in die Versorgung bringen und

00:51:52: in die

00:51:52: Fade bringen.

00:51:53: Aber ist das dann nicht eine staatliche Aufgabe, einen Plattform zu bauen?

00:51:57: Ja diese Art von Plattformen also es gibt ja nicht nur eine Pl... Also es wird nicht so sein dass die Gesundheitswelt oder die Gesundheitssysteme aus einer einzigen Plattform besteht.

00:52:05: Das wäre natürlich unterschiedlich.

00:52:06: Es wäre natürlich irgendwie cool oder...?

00:52:09: Man sich mit seiner Patienten-ID auf so einer Plattform einloggt und dann wirklich irgendwie vielleicht über so eine Anamnese auch gleich in die richtigen Fade zu den richtigen Fachärzten oder auch vielleicht über einen Vater nähen.

00:52:21: Das ist jetzt ein Lifestyle, aber hier hast du diese fünf Anbieter

00:52:26: Das ist nicht...

00:52:27: Weil die Menschen sind ja jetzt schon überfordert mit Gesundheitsinformation.

00:52:30: Absolut,

00:52:30: aber das ist nicht notwendig um in so eine Welt zu kommen, dass es nur eine Plattform gibt.

00:52:35: Skauen vielleicht

00:52:35: dann auch zu lange?

00:52:36: Mit mehreren

00:52:36: Plattformen funktionieren und auf mehreren Platformen finde ich auch mehrere Herzen und ich habe trotzdem einen elektronischen Patientenmarkt dort angesbunden.

00:52:42: Und ob ich jetzt die Plattform der CKM Group Wähler oder irgendeine andere ...

00:52:46: Ja solange die TE funktioniert, ist man immer on track!

00:52:50: Ganz genau weil ich eben angebunden bin an dieser entsprechenden Information.

00:52:53: Und da geht's dann auch um Marke.

00:52:55: also Wie würde man dann auch so Präferenzen setzen?

00:53:00: Ja, also ich weiß gar nicht ob es am Ende um Marke geht oder nicht eher um Service ist.

00:53:03: Also ich glaube es geht darum dass die Plattformen, die sich am Ende durchsetzen wird, die sein glaube ich, die sehr gut darin ist diese Patientenversorgung zu bewährleisten.

00:53:13: Ich glaube nicht das es darum geht, dass das eine tolle Marke ist und jeder sich denkt wow CKM das ist es sondern ich glaube Es wird da CK M setzt sich durch weil das gut funktioniert.

00:53:23: In anderen Märkten haben wir ja auch häufig dann irgendwann einen Verdrängungswettbewerb.

00:53:28: Gerade in so aufstrebenden Märkten, die noch nicht so reif sind hat man ja ganz viel MeToo.

00:53:32: also viele versuchen irgendwie das Game für sich zu gewinnen und sage ich mal jetzt random KI, Decision Supporting AI.

00:53:41: im medizinischen Kontext würde ich jetzt mal schon spontan sagen Ich kenne allein fünf und hier stehen wahrscheinlich zwanzig.

00:53:49: Worauf kommt es jetzt an bei den Playern, also die hier jetzt zum Beispiel ausstellen?

00:53:54: Wer wird sich durchsetzen und gibt es da wirklich dann auch so Oligopole vielleicht irgendwann.

00:54:00: So wie wir das auch im Suchmaschinenmarkt gesehen haben?

00:54:02: Ja

00:54:03: ich glaube nochmal auf diese Plattform erstmal einzugehen.

00:54:06: Ich glaube da gibt's sehr starke Netzwerkeffekte.

00:54:08: Das heißt wenn ich schon mehrere hunderttausend Patienten auf meiner Plattform habe Dann ist es natürlich auch leicht quasi andere Service Provider da eben anzudocken.

00:54:18: Und das bedeutet, da gibt es schon so eine leichte Winner-Take-All-Dynamic.

00:54:22: Das heißt also, da wird's dann schon ein paar vielleicht oder auch einzelne geben die sich dadurch setzen und die Kleinen werden gar keine Chance haben als Plattform.

00:54:29: Aber die kleinen Unternehmen haben eine super Chance quasi dabei zu sein bei den großen Plattformen.

00:54:34: Ich glaube, da setzt sich am Ende durch wer es schafft wirklich gute Patientenversorgung zu bieten und auch Modelle hat für die Menschen oder Versorger bereit sind zu bezahlen.

00:54:46: Also was wirklich Probleme macht.

00:54:49: Wenn wir dann bei Diabetes, bei Adipositas, bei psychischen Erkrankungen, Herzkreislaufprävention so dieser ganze Markt?

00:54:56: Ja, wobei also eine Kritik die ich schon sehe an der Start-up-Szene im MedTech Bereich oder im Herftechbereich ist sehr stark auf das Problem geschaut und sehr wenig aufs Geschäftsmodell.

00:55:07: Ich sehe ganz viele die tollen, tolles Problem lösen und es ist auch gut und wichtig Aber sie lösen es am Ende nicht, weil Sie sich nicht durchsetzen im Markt.

00:55:16: Also Sie schaffen das nicht, das zu verkaufen und dann wirklich das Problem zu lösen, sondern Sie lösen das rein auf einer theoretischen Sicht.

00:55:23: Ich weiß was du meinst ja aber immerhin bauen Sie etwas für ein Problem.

00:55:27: Man sagt ja auch immer, verkauf das Problem!

00:55:30: Weil denn verkauft sich das Produkt von alleine?

00:55:32: Und es gibt leider auch viele Start-ups die das Produkt verkaufen wollen und nicht das Problem verkaufen.

00:55:41: Wir waren ja jetzt gerade bei Regulatorik, fällt dir noch was ein?

00:55:43: Auch zur geplanten Gesundheitsreform.

00:55:46: Was hältst du denn zum Beispiel von diesem ganzen KI-Dokumentationszwang?

00:55:52: Ja also finde ich grundsätzlich gut und richtig.

00:55:54: Es hat den auch diesen Gedanken der Befreiung, also von nervigen Tätigkeiten zu befreien.

00:56:00: Ich glaube Dokumulation macht jetzt wahrscheinlich den wenigsten Ärzten mit arbeitenden Arztpraxen Spaß.

00:56:05: Das fehlt übrigens noch im Veterinärbereich.

00:56:11: Meine Freundin ist jetzt, wenn die war ganz traurig als ich ihr gesagt habe was es als Kurs gibt und sie meinte aber sie hat das jetzt auch mal ausprobiert für Veterinäres scheint gar nicht mehr so schlecht.

00:56:21: Interessant also da sehe ich dass geht schon in die richtige Richtung.

00:56:25: gute Vorschläge, die diesen Gedanken von.

00:56:29: wir müssen ja die Tätigkeiten sozusagen wegbekommen.

00:56:33: Die haben schon mehr Wert für sich.

00:56:34: also der Ergebnis hat ein Mehrwert aber die Tältigkeit als solche eigentlich gar nicht

00:56:37: finde ich auch.

00:56:37: Also sollte so schnell wie möglich kommen und wird ja mit Schatten KI auch schon echt

00:56:42: heftig

00:56:42: gemacht glaube ich.

00:56:43: Wie findest du denn diese ganze Debatte um das ist doch bestimmt auch interessant für euch?

00:56:48: Diese Zusatztermine die es bei Fachärzten gibt.

00:56:50: Du hast er gesagt Ein Problem ist der Zugang zu medizinischer Versorgung.

00:56:55: Das soll ja jetzt wieder gestrichen werden.

00:56:57: Also, dass es da eine Zusatzvergütung gibt weil das wohl überhaupt nicht so genutzt worden ist wie man sich das gewünscht hat.

00:57:03: Wie siehst du das?

00:57:04: Ja also ich glaube diese Termin-Debatten diese und auch... Dein

00:57:08: Dauer das jetzt fünfzig Tage?

00:57:10: Ja genau!

00:57:11: Das

00:57:12: sind eigentlich

00:57:12: Debatten in denen wir gar nicht so richtig ernst nehmen können und die ich einfach für nicht zielführend halte.

00:57:19: Ich halte es eigentlich für zielführender darüber zu sprechen wie man das besser machen kann, dieses System.

00:57:24: Wie man es effizienter und digitaler machen kann.

00:57:27: Aber das ist natürlich etwas, was trägt ja dieser Zugang.

00:57:31: Ich habe irgendwie für leicht Angst dass ich jetzt einen Melanom hab oder irgendwas und ich kriege einfach kein MRT-Termin oder ein CT-Ttermin oder irgendetwas.

00:57:39: Oder ich kann nicht zum Psychiater.

00:57:42: Also ich habe einen großen Leidensdruck und kann nicht zur Psychiata weil das dauert irgendwie acht Wochen.

00:57:47: Das geht natürlich nicht!

00:57:49: Das bewegt die Gemüter.

00:57:51: also Könnt ihr da nicht was noch

00:57:53: machen?

00:57:53: Ja, aber wir wollen das angehen in solche Problematiken.

00:57:56: Aber eben ganz anders.

00:57:57: also nicht irgendwie top down sagen dass sind die neuen Regeln.

00:58:00: Ihr müsst jetzt Termine anbieten innerhalb von so und so einer Zeit.

00:58:03: Das funktioniert nicht mit Kapazitätsproblemen schlicht und ergreifend.

00:58:06: Sondern was wir sagen ist wie im Bau der Patient Journeys Versorgungsfunnel die das aufgreifen.

00:58:12: Wo es auch wieder effizienter wird keine Doppeluntersuchung keine Dinge die man dann nochmal wiederholen muss weil sie schon wieder alt sind.

00:58:20: Okay, wir kommen jetzt langsam zum Ende.

00:58:23: Diesen Podcast hören ja auch viele Startups.

00:58:25: Wir haben gerade schon gesagt wie können die mit euch zusammen was machen?

00:58:27: Wir hatten schon Ideen für Ansätze, die man vielleicht auch umsetzen kann.

00:58:31: Was würdest du denn heute Gründerin raten, die im E-Helst noch mal ein Startup aufbauen wollen?

00:58:37: Du hattest gesagt, denk mal bitte über das Businessmodell nach und woher das Geld kommt.

00:58:41: Das

00:58:41: ist wirklich...das ist das größte Problem dass ich sehe, ist tolle Lösungen Und da muss ich auch sagen, also da auch die CKM Group in der Vergangenheit auch diverse Themen gehabt.

00:58:54: Wo wir auch tolle wirklich Hochtechnologie teilweise hatten.

00:58:57: Wir hatten ein Start-up was in dem Bereich tätig war Superlösung, tolle Technologie.

00:59:03: Kein Geschäftsmodell und wir müssen es stark vom Geschäfts-Modell her denken weil das ist was langfristig funktioniert.

00:59:09: Du kannst die tollste Technologie haben, die tollsten Lösungen als beste Problem lösen.

00:59:12: wenn jemand dafür bezahlt funktioniert sie nicht und du löst auch das Problem nicht.

00:59:15: Das ist das Entscheidende was ich diesen Gründern mitgeben möchte.

00:59:19: ihr löst das Problem.

00:59:20: dann zum Abschluss noch von dir in Zwei bis drei Stichworten.

00:59:25: Was sind die aus deiner Sicht wichtigsten Sachen, wie man sich hier auf der Demärme angucken sollte?

00:59:30: Also in Gattungen.

00:59:31: Also Start-ups tatsächlich das sind die, wo ich denke da gibt es solche Ideen.

00:59:36: Ja also ich gehe ja komplett durch alles durch.

00:59:38: Ich gucke mir alles an weil es eine neue Idee ist.

00:59:40: Weil das sind neue innovative Ideen und da gibt's sicherlich spannende Sachen, die dabei sind.

00:59:45: Ich schaue mir auch tatsächlich große, größere Läden an und gerade im Hinblick auf deren Story.

00:59:50: Also was ist die Storyline?

00:59:52: Weil daran kann man so ein bisschen sehen, was sind die Themen, die gerade so interessant sind für die gar nicht unbedingt weil sie es umsetzen.

00:59:58: Aber das sind im Prinzip die zwei Sachen, die ich hier anschaue.

01:00:01: Ich finde das ganze Thema Sensorik und Telemonitoring also im weitesten Sinne noch super spannend.

01:00:06: Garmin ist ja direkt hinter uns!

01:00:08: Und das war's schon.

01:00:10: Wir sind am Ende dieser wunderbaren Podcast-Session und ich bedanke mich noch mal ganz ehrlich, beherrte herzlich!

01:00:17: Es war herrlich mit Dr.

01:00:18: Christoph Hibbig, COO der CKM Group und live von der DEMER.

01:00:23: Es war kurzweilig und spannend und ich glaube es liegen supergeile drei Tage vor uns.

01:00:28: Ich freu' mich.

01:00:28: Danke dir, hat

01:00:29: Spaß

01:00:29: gemacht.

01:00:30: Ja?

01:00:30: Übrigens – Dieser Podcast ist eine Produktion von The Medical Network.

01:00:35: Wir verschaffen digitalen Innovationen in der Gesundheitswirtschaft Gehör.

01:00:40: Willst du das auch?

01:00:41: Dann freuen wir uns über Likes, Shares und eine Bewertung bei iTunes!

01:00:46: Noch mehr spannende Folgen findest Du auf unserer Website www.themedicalnetwork.de.

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